Wir trauern um Erich Kassel

Mit Bedauern haben wir erfahren, dass Anfang Juli Erich Kassel gestorben ist. Über viele Jahre haben wir in verschiedenen Konstellationen und Intensitäten mit ihm zusammen gearbeitet, diskutiert und gekämpft. Erich war es immer wichtig die aktuelle gesellschaftliche Situation zu analysieren und Überlegungen anzustellen, welche Schritte wir als Linke tun müssen, um einer Welt jenseits des Kapitalismus näher zu kommen. Bis zum Schluss hat er nicht aufgehört für diese Welt zu kämpfen. Erich hatte enorme Erfahrungen mit betrieblichen Auseinandersetzungen von denen wir profitiert haben. Vieles an unserer Organisierung fand er nicht richtig – doch auf seine solidarische Kritik konnten wir vertrauen.

Wir trauern um seinen Tod, denn für einige von uns ist nicht nur ein Genosse, sondern auch ein Freund gegangen.

 

 

Telling a different truth about Hamburg

Auch mehr als zwei Wochen nach den Protesten sprechen noch alle über G20. Dabei klaffen die Erfahrungen derjenigen, die in Hamburg waren und das mediale Bild der Ereignisse weit auseinander. Deshalb wollen wir einen Ort bieten, an dem wir die Ereignisse gemeinsam politisch bewerten und aus erster Hand berichten können. Von einer neuen Qualität des Ausnahmezustand (Außerkraftsetzung der Versammlungsfreiheit, Einsatz militarisierter Spezialkräfte) und einer Polizei, die sich weder an Gerichtsentscheidungen, noch an Gesetze gebunden fühlt und ihren Gewaltfantasien freien Lauf lässt. Aber auch von Erfreulichem: Ganze Stadtteile widersetzten sich solidarisch der Besatzung durch 20.000 Polizeikräfte und haben die Inszenierung des Gipfels empfindlich gestört.
Angesichts der Riots von Freitagnacht wird die linke Militanzdebatte mit einer Intensität geführt, wie lange nicht mehr. Auch die Reaktion der Reaktion wirkt bedrohlich: die Existenz von linken Zentren in ganz Deutschland wird in Frage gestellt, die FAZ spricht von „rotem Faschismus“ und wer das brutale Vorgehen der Polizei kritisiert, wird der geistigen Komplizenschaft bezichtigt. Dabei fällt sogar eine der wichtigsten Fragen unter den Tisch: Haben wir eine Kritik der G20 verbreiten können oder überspielt die aufgepeitschte Gewaltdebatte erfolgreich die Ergebnislosigkeit des Gipfels?

All das wollen wir mit euch gemeinsam diskutieren, egal ob ihr in Hamburg wart oder nicht.

 

Post-G20-Kater-Trinken: zur trockenen kehle. stabiles bier & opportunistisches mischen

G 20 ist vorbei: Es wurde viel diskutiert (über böse linke Gewalt), es wurde sich viel bedankt (bei den prügelnden „Held*innen“ der Polizei), es wurde viel geputzt (die Schanze war so sauber wie noch nie, es wurden politische Forderungen erhoben („mehr gegen Linksextremismus tun“). Um den ganzen Quatsch für einen Abend zu vergessen laden wir zu unserer monatlichen Kneipe ein! Wie immer wollen wir feiern, trinken, Musik hören, schnacken – und diesmal noch mehr als sonst Kohle sammeln: für G20 Repressionskosten!

Also, kommt am Freitag ins zakk und gönnt euch, „Mexikaner gegen Trump“ aka Rote Hilfe, „Black Block“, Pfeffi statt Pfefferspray und unseren Cocktail „Trockene Kehle“!

Und damit wir zu den ganzen Diskussionen auch noch was beitragen und alle sehen, wie sinnvoll es sein kann sich zu vermummen: Alle mit Vermummung bekommen ihren ersten Solischnaps geschenkt!

** zakk, 21.7., ab 21 Uhr

#DankeFürNichts – Gegen Polizeigewalt

Ein paar Tage sind vergangen seit #Hamburg. Die Schanze ist sauberer denn je und im „Bürgerkriegsgebiet“ geht das Leben weiter. Der Rauch hat sich verzogen und tatsächlich: der Laserangriff auf den Hubschrauberpiloten war gar kein böser Linksradikaler mit Mordabsichten, sondern ein gestresster Familienvater mit dem dringenden Bedürfnis nach Nachtruhe, Molotowcocktails gab es wohl doch nicht und zahlreiche Ladenbetreiber_innen stellten klar, dass ihre Sympathien nach wie vor bei den #NoG20 Protesten liegen.

Während nationale und internationale Medien, Politiker_innen und unabhängige Beobachter_innen für ihre eskalierende Strategie, extrem brutales und teilweise grundgesetzwidriges Verhalten kritisieren, stilisiert die FDP Bremen ein Bürgerkriegsszenario herbei, in dem die Polizei „ihr Leben für unseres“ eingesetzt habe. In einer Veranstaltung am Samstagvormittag will die FDP den „Helden des Alltags“ danken. Ja, genau denjenigen, die uns in unseren genehmigten Camps nicht schlafen lassen haben und deren Knüppelschläge auf unseren Körpern grade erst verheilen.

Wir waren in Hamburg. Mit tausenden blockierten wir bei #blockg20 mit nichts als unseren Körpern „bewaffnet“, die blaue Zone. Dort, in den Camps und bei der Welcome to Hell Demo haben wir rechtswidrige Übergriffe auf Pressevertreter_innen beobachtet und sind selbst Opfer massiver Gewalt geworden.

Wenn sich also die FDP mit der Polizei auf dem Domshof zum Würstchen essen verabredet um über Gewalt in Hamburg zu reden fühlen wir uns auch eingeladen. Wir werden da sein und sie daran erinnern, dass sie unsere legitimen Proteste gewaltsam angegriffen haben. Kommt vorbei, erzählt eure Geschichte und zeigt euch solidarisch mit den Opfern von Polizeigewalt.

Link zum Facebook-Event: https://www.facebook.com/events/1477800762262806/

Aktionstag gegen Rechts und Argumentationstraining gegen rassistische Hetze in Bremen Nord

Rechtspopulistische und rechtsextreme Positionen sind auf dem Vormarsch. So begegnen uns immer mehr rassistische, sexistische oder homophobe Sprüche und Haltungen – sei es in Alltagsgesprächen, den Medien, sozialen Netzwerken oder politischen Debatten. Das wollen wir nicht hinnehmen!

Am 16.06.2017 beteiligen wir uns mit einem Workshop am Aktionstag „Was tun?! Gemeinsam gegen Ausgrenzung und Diskriminierung“ in Bremen Nord. Der Aktionstag beginnt um 10 Uhr im Bürgerhaus Vegesack und Freizi Alt-Aumund, nachmittags gibt es Poetry Slam, Graffiti, Musik und vieles mehr.

Unser Argumentationstraining gegen rassistische Stimmungsmache findet von 13.30-15.30 Uhr im Bürgerhaus Vegesack statt.

Das gesamte Programm und weitere Informationen findet ihr hier: https://aktionstag16juni.wordpress.com/

Tools for Action & Wohnzimmer HockerBauWorkshop

Die Welt ist voll mit großen Problemen – Klimawandel und Kapitalismus
zum Beispiel. Lösungen zu finden ist leider gar nicht so einfach. Wir
sind uns allerdings sicher, dass die G20-Staaten, die für 80% der CO2
Emissionen verantwortlich sind und auch weiterhin fleißig Braunkohle
abbauen den Klimawandel nicht stoppen werden. Ihnen wird es immer darum
gehen Gewinne zu maximieren und das macht ihre „Nachhaltigkeit“ zur
Farce. Was aber tun? Manchmal muss man große Probleme im Kleinen
anpacken und einfach mal anfangen mit dem Absägen der alten Welt.
Zusammen wollen wir vielseitig einsetzbare Hocker aus recyceltem Holz
bauen – den lang nicht alles was weggeschmissen wird ist Schrott. Wir
wollen den G20-Gipfel blockieren. Wir wollen in Bremen demonstrieren.
Vielleicht können wir diese ganzen Sachen ja verbinden und uns mit den
Hockern die Stadt zurückersitzen. Lasst uns gemeinsam die Hocker bauen,
egal ob ihr noch nie eine Säge in der Hand hattet oder im Schlaf sägen
könnt. Lasst uns ein Zeichen gegen den G20 setzen! Kommt vorbei.

G[egen] zwanzig trinken… 08.06 22.00 Uhr Zakk

Nach Säg und Steck kommt Trinken! Gemeinsam wollen wir Limo oder Bier im
Zakk am Sielpfad 8 mit euch trinken. Mit euch über G20 schnacken oder
auch einfach mal den nervigen Alltag vergessen. Die Einnahmen fließen in
die Proteste.

Demo: G20 Abtanzen Sa.10.06 18.00 Uhr am Brill danach Tanzen im alten
Sportamt

Wenn sich in unserem Vorort von Hamburg die G20 Vertreter_innen treffen,
heißt es nicht nur dort: Nö, danke, kein Bock. Wir üben das in Bremen
schon mal mit dem blockieren, demonstrieren und Stadt erobern und senden
ein Zeichen unserer Solidarität nach Hamburg. Auf, auf zum G20 Abtanzen!
Demo: G20 Abtanzen Sa.10.06 18.00 Uhr am Brill danach Tanzen im alten
Sportamt

Infos über die Proteste in Hamburg: Mo. 26.06 19:00 in der Kesselhalle/
Schlachthof

Bei der Veranstaltung gibt es alle Infos über die verschiedenen Proteste
und die Anreise nach Hamburg. g20-bremen.org

Mitmachen

Es gibt noch viel zu tun bis zum Gipfel. Wenn ihr mitmachen wollt kommt
zu unseren offenen Anti-G20 Treffen alle ersten drei Donnerstage im
Monat um 19.30 Uhr in der Mensa Academia in der Dechanantstraße 13-15
oder schaut auf unsere Facebookseite: Anti-G20 Bremen

:: Demo :: G20 :: Abtanzen. Grenzenlose Solidarität gegen Krieg, Rassismus, Klimawandel, Kapitalismus.

Am Samstag den 10.06.17 um 18Uhr startet „Am Brill“ eine Demonstration mit dem Ziel gegen die Politik der G20 auf die Straße zu gehen und für die geplanten Aktionen und Demos in Hamburg Anfang Juli zu mobilisieren. Dazu haben sich verschiedene Bremer Gruppen zusammengetan.

Wir sind auch dabei und werden uns damit auf die Blockade-Aktion „colour the red zone“ in Hamburg einstimmen. Join us!

Mehr dazu findet ihr unter:

www.blockg20.org

g20-bremen.org

Fluchtursachen made by G20

Das Equal Rights For All – Bündnis lädt zu folgender Veranstaltung ein:

Weltweit sind mehr als 65 Millionen Menschen auf der Flucht. Sie fliehen vor Kriegen, Hungersnöten, Verfolgung oder auch, weil es in ihrer Heimat keine Chancen auf ein menschenwürdiges Leben gibt. Wir wollen beleuchten, wie die Wirtschaftspolitik der G20 oft direkt verantwortlich für die Fluchtursachen ist.

Mit Vertreter*innen des Bündnis Equal Rights For All