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Solidarität für das Ungdomshuset/DK

Eines der ältesten und größten selbstverwalteten autonomen Zentren Europas, das Ungdomshuset (Jugendhaus) in Kopenhagen wurde im 2006 geräumt. Die A.L.I. hat im September 2006 eine Solidaritätserklärung verfasst. Diese könnt ihr im Folgenden nachlesen. Die Solierklärung gibt es auch auf englisch.

Das Ungdomshuset hat nach der erfolgreichen Demo im September an der sich über 5000 Menschen beteiligt haben, zu einem weiteren Aktionswochenende Mitte Dezember aufgerufen das zeitgleich zu der nun rechtlich möglichen Räumung lag. An der Demonstration am 15. Dezember beteiligten sich wiederum 5000 Menschen aus den unterschiedlichsten Spektren. Am nächsten Tag folgte eine offensivere Demonstration in deren Anschluß es zu den schwersten Krawallen seit 1993 in Kopenhagen kam. Mehrere brennende Barrikaden, mehrere verletzte Polizisten, Sachschaden in Millionen Höhe und über 300 verhaftete Demonstranten (darunter knapp 100 „Ausländer“).

In den Tagen und Wochen danach kam es in Kopenhagen und im restlichen Europa immer wieder zu Solidaritätsaktionen und mittlerweile wurde in Kopenhagen sogar ein zweites Haus besetzt, das leider nach drei Tagen schon wieder geräumt wurde.
Die neuen Besitzer haben ein Kaufgebot eines Fördervereins des Ungdomshuset in Höhe von 2 Millionen abgelehnt und wollen es nach der Räumung abreissen und 10 Jahre leer stehen lassen. Doch die Solidarität mit dem Ungdomshuset zieht erstaunlich weite Kreise, eine der Bauarbeitergewerckschaften in Dänemark riet ihren Mitgliedern sich nicht an den Abrissarbeiten zu beteiligen.

Diese ganzen Ereignisse folgen aus einer Entscheidung des höchsten dänischen Gerichts, nach der das Haus nun einer christlichen Sekte (“Faderhuset”) gehört, die das Haus vor vier Jahren gekauft hatte. Ungdomshuset hat damit alle Rechtsansprüche auf das Haus verloren. Die Aktivisten haben jedoch klargestellt, das sie die Entscheidung des Gerichtes nicht anerkennen und sich weigern werden das Haus zu räumen.

Dieser Angriff auf das Ungdomhuset ist ein weiterer Angriff innerhalb des europaweiten Trends zur Zerstörung autonomer Jugendräume. In Kopenhagen begann dieser Prozess mit der Forderung der Stadt nach einer “Umstrukturierung” Christianias (lange Zeit ein autonomes Gebiet innerhalb Kopenhagens) um es in die “dänische Gesellschaft zu reintegrieren” und wird mit den aktuellen Entscheidungen fortgesetzt. In ganz Europa waren in den letzten Jahren solche Großaktionen gegen selbstverwaltete Freiräume zu beobachten:

- In den Niederlanden versucht die offizielle Politik verstärkt Gesetze durchzusetzen, die das sogenannte “Squatting” kriminalisieren und klassische Eigentumsrechte stärken.

- In Spanien sind Räumungen alternativer Freiräume (ob es nun soziale Zentren oder besetzte Häuser sind) inzwischen so häufig, dass sie selbst innerhalb der radikalen Linken, so sie nicht direkt betroffen ist, kaum noch zur Kenntnis genommen werden.

- In England räumte ein 200-köpfiges Sonderkommando St. Agnes Street, eines der ältesten und größten Squats in ganz England, zerschlug damit eine alte und äußerst aktive Community und machte damit mehr als 150 Menschen zu Obdachlosen.

Diese Liste könnte mit Räumungen, Schikanen und Gesetzesverschärfungen in beinahe jedem europäischen Land fortgesetzt werden. Selbstverständlich steht die BRD ihren europäischen Nachbarn in Sachen Kriminalisierung und Repression gegen linksradikale Projekte und autonome Freiräume in nichts nach. Ob die Räumungen der Ex-Steffi in Karlsruhe oder der OBW9 in Stuttgart , die ständige Schikanen gegen die Alte Meierei in Kiel oder das Conne Islands in Leipzig durch die jeweiligen Städte, die Angriffe sind auch bei uns zur traurigen Normalität geworden.

Augenscheinlich ist der Staat nicht länger gewillt die sozialen Zentren und besetzte Häuser zu tolerieren. Nicht nur weil diese Räume innerhalb der immer weiter kapitalisierten Städte dem Zugriff von GebäudespekulantInnen und StadtplanerInnen entzogen sind, sondern auch weil sie mit ihren eigenen und alternativen Formen von Leben, Arbeiten und Kommunikation als Gegenbeispiel zu den immer weiter uniformierten Städten stehen. Diese Freiräume sind für uns zeitgleich Symbol, Perspektive und Ausgangspunkt für die vielen Kämpfe um Befreiung und Aneignung.

Es ist Zeit, dass wir den Verantwortlichen signalisieren, dass wir ihre Angriffe nicht länger hinnehmen werden. Die Attacken auf unsere hart erkämpften Freiräume werden weder einfach noch billig...
Deshalb rufen wir dazu auf die GenossInnen des Ungdomshuset international zu unterstützen.

Die Repression macht vor Grenzen keinen Halt
Unsere Solidarität kennt keine Grenzen!
Solidarität ist auch eine Waffe!


Weitere Infos:

ungeren.wordpress.com

www.ungdomshuset.info

indymedia.dk

Infos zur Arbeit von Antifas in Dänemark und Skandinavien findet ihr auf der Seite der AFA-København antifa.dk


Im folgenden könnt Ihr unseren Aufruf auch auf Englisch lesen:

Ungdomshuset (“Youth House”), one of Europes oldest and largest self managed autonomous centers, located in the heart of Copenhagen, is currently in serious danger of being evicted.

This follows the decision last week of the highest court of Denmark that the house now belongs to the Christian sect (“Faderhuset”) which bought it four years ago. The concrete consequence of this ruling is that “Ungdomhuset” has lost all rights over the house and is to recieve an order to clear the building within the next few weeks. The activists of Ungdhomuset have already made clear that they do not recognize the decision of the courts and refuse to leave the building voluntarily.

This current attack on Ungdomhuset is just a further step in a Europe-wide trend of attacking and trying to destroy autonomous youth spaces. In Copenhagen it began with the attempts from the city to “restructure” Christiania (the long standing autonomous zone in Copenhagen) in order to “reintegrate it into Danish society,” and is now continuing with this attempt to deny alternative youth of one more free space. But this phenomenon is not limited to Copenhagen alone, and has been marked with several large scale operations in the last year...

-In the Netherlands politicians have been working hard to pass laws criminalizing squatting and in defense of classic property rights.

-In the Spanish state, evictions of alternative free spaces (be they social centers or squatted houses) have become so commonplace they seldom are even news in radical left circles outside of the immediate area in which they occur.

-Last year in England, 200 riot police evicted St. Agnes Street, the oldest and largest squatted area in England, leaving over 150 people homeless and destroying a long standing and vibrant community.

And the list goes on and on with evictions, stricter laws for new occupations, and harsher sentences for those resisting them in most every European country.

Of course, when it comes to repression and the criminalization of autonomous and linksradicale spaces, Germany could not be far behind! From the eviction of Ex-Steffi in Karlsruhe and OBW9 in Stuttgart, to the schickanose treatment of Alte Meierei in Kiel and Conne Island in Leipzig from the city, the attacks on free spaces are becoming commonplace all around us.

The state recognizes that every squatted house and free social space is a space lost to the speculators and profiteers of the property market, and won to an example of a different way of working, relaxing, and living. Our freiräume are the seeds of the dual power we need to build and symbols of a time past and future where autonomous social and youth movements can stand up to the state and take control over spaces and lives.

Its time to send a clear sign to the state that these attacks will not be tolerated, and the destruction of long fought for spaces will be neither easy nor cheap. For this reason, we support the activists of the Ungdomhuset in their call for solidarity actions and endorse the international demonstration in Copenhagen for the defense of Ungdomhuset. The state and its repression knows no borders...and neither does our solidarity!

Saturday 23.09.2006, 16:00 Copenhagen: International Demo for Ungdomhuset, from ungdomhuset to Christiania!

Sunday 24.09.2006, 15:00 Copenhagen: Reclaim the Streets, If they Take Our Spaces we take their city!


UNGDOMHUSET STAYS – EVICT CITY HALL!
FOR ANTIFASCIST AND AUTONOMOUS FREE SPACES!
DESALOJOS SON DISTURBIOS
Bottom Line