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Was geht ab?!

Pressemappe Hausdurchsuchung 05.12.2017

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Graffiti an der Stadthalle "Göttinger Polizisten schützen die Faschisten"

Am 12.11.2016 wurden AntifaschistInnen von Neonazis angriffen, die durch die Göttinger Polizei geschützt wurden

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50 Genoss_Innen senden Solidarität nach Dresden!

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Geschichtsrevisionisten das Maul stopfen

Kein Vortrag von K. Weißmann in der Burschenschaft Hannovera

Burschenschafen abreißenAm 20. Januar 2009 hat der in der Vergangenheit bereits mehrfach aufgefallene Geschichtsrevisionist Karlheinz Weißmann versucht, in der Burschenschaft Hannovera in der Herzberger Landstr. 9, einen Vortrag mit dem Titel "das konservative Minimum" zu halten. Die Jugend Antifa Göttingen [J.A.G.] rief dazu auf, dagegen zu protestieren.

Die Burschenschaften Hannovera und Holzminda in Göttingen sind Teil der Grauzone zwischen Rechtskonservativen und offenen Neonazis. Als solche sind sie auch seit Jahren Fokus des antifaschistischen Widerstands in Göttingen. Unter Anderem zogen die Demonstrationen an den antifaschistischen Aktionswochenenden 2007 und 2008 jeweils zum Haus der Hannovera, das durch die Polizei geschützt werden musste.

Die Presseerklärung der Jugend Antifa Göttingen zur erfolgreichen Demonstration am 20. Januar könnt ihr hier nachlesen.

Den Aufruf der J.A.G. zu Gegenaktionen dokumentieren wir hier.

Den Reader zu Studentenverbindungen in Göttingen (Infos hier) gibt es noch Links Unten.


Pressemitteilung der J.A.G. zur Demo am 20. Januar 2009

180 Menschen protestieren gegen K. Weißmann und Burschenschaften

Am Dienstag, den 20. Januar 2009, haben ca. 180 Menschen gegen den Vortrag des Geschichtsrevisionisten und führenden Strategen der sogenannten „Neuen Rechten“ Karlheinz Weißmann protestiert.

Um 19:30 startete eine Kundgebung an der Stadthalle. Von hier aus ging es zur Burschenschaft Hannovera (Herzberger Landstr. 9), wo die Vorlesung Weißmanns stattfinden sollte. Nachdem es hier zu einer kleinen Rangelei mit der Polizei gekommen war, wurde spontan eine lautstarke Demonstration zur Burschenschaft Holzminda (Wilhelm-Weber-Strasse 26-30) durchgeführt. Bei Versuchen, näher an das Gebäude zu kommen, reagierte die Polizei sehr nervös und ging mit Knüppeln und Fäusten gegen die teils jungen Menschen vor. Nach einiger Zeit zog der Demonstrationszug Richtung Innenstadt, und löste sich schließlich am Gänseliesel auf.

Die Burschenschaften Hannovera und Holzminda fallen immer wieder durch Kontakte in die Rechte Szene auf. Am 21. Juni 2003 führten sie anlässlich der Sommersonnenwende einen Fackelmarsch durch die Göttinger Innenstadt durch, wie sie auch von der NSDAP durchgeführt worden sind.

Im November 2004 hielt der durch die Medien bekannt gewordene Ex-KSK-General Reinhard Günzel einen Vortrag über das „Ethos des Offiziers“. Günzel war kurze Zeit vorher auf Grund seiner Zustimmung zu einer antisemitischen Rede des Bundestagsabgeordneten Martin Hohmann aus der Bundeswehr entlassen worden. Bereits zuvor war er u.a. durch folgende Äußerung aufgefallen: „Ich erwarte von meiner Truppe Disziplin wie bei den Spartanern, den Römern oder bei der Waffen-SS“.

Eine Sprecherin der J.A.G. sagte „Burschenschaften stellen immer wieder ein Bindeglied zwischen der ‚Neuen Rechten‘ und organisierten Neonazis aus dem Spektrum der freien Kameradschaften dar. Deshalb wird es auch in Zukunft entschlossenen antifaschistischen Widerstand gegen Veranstaltungen dieser Art geben“.

Gegen Nationalisten, Sexisten und Rassisten konsequent vorgehen !
Burschenschaften abreißen !

J.A.G. - Jugend Antifa Göttingen, 21.01.2009



Im Folgenden dokumentieren wir den Aufruf der Jungend Antifa Göttingen.

Geschichtsrevisionisten das Maul stopfen!

Am 20. Januar wird in der Burschenschaft Hannovera (Herzberger Landstr. 9) der Geschichtsrevisionist und führende Stratege der Neuen Rechten, Karlheinz Weißmann, einen Vortrag unter dem Titel "das Konservative Minimum" halten.

HannoveraKarlheinz Weißmann studierte in Göttingen und arbeitet als Lehrer für Religion und Geschichte am GymnasiumCorvinianum in Northeim. Weißman publiziert seit vielen Jahren in der nationalistischen Wochenzeitung "Junge Freiheit" (JF). Im Jahr 2000 war Weißmann maßgeblich an der Gründung des der JF nahestehenden "Institut für Staatspolitik" (IfS) beteiligt und leitete es bis heute mit.
Das IfS bezeichnet sich selbst als "Reemtsma-Institut von rechts" und gilt als Sammelbecken für rechtsradikale und rechtskonservative Akteure der Neuen Rechten.

Bekannt wurde Weißmann durch sein Buch "Wege in den Abgrund" das in der Reihe "die Geschichte Deutschlands" erschien. Weißmanns knappe Beschreibung der Shoah und Bemühungen "das deutsche Volk" als Opfer darzustellen, lösten damals unter HistorikerInnen und in der Presse Entrüstung aus.
Weißmann leugnet die Shoah nicht, versucht aber, sie z.B. durch den Vergleich mit dem Gulag-System, zu relativieren. So schreibt er in der JF "im Grundsatz bestehe zwischen Gulag und KZ-System keine Differenz. Ernst Noltes Überlegung, ob Hitler den Bolschewismus imitiert habe, scheint plausibel" (JF 34/98).
Mit dem IfS war Weißmann auch an der rassistischen Kampagne gegen die doppelte Staatsbürgerschaft beteiligt.

Burschenschaften Hannovera und Holzminda abreißen!

Die Burschenschaften Hannovera und Holzminda (Wilhelm-Weber-Str. 26-30) sind beide im Dachverband "Deutsche Burschenschaft" organisiert und gehören zum rechten Rand des Göttinger Verbindungswesens.

HolzmindaAm 21. Juni 2003 führten sie anläßlich der Sommersonnenwende einen Fakelmarsch durch die Göttinger Innenstadt durch, wie sie früher auch von der NSDAP durchgeführt worden sind.

Im November 2004 hielt der durch die Medien bekannt gewordene Ex-KSK-General Reinhard Günzel einen Vortrag über das "Ethos des Offiziers". Günzel war kurze Zeit vorher auf Grund seiner Zustimmung zu einer antisemitischen Rede des Bundestagsabgeordneten Martin Hohmann aus der Bundeswehr entlassen worden. Bereits zuvor war er u.a. durch folgende Äußerung aufgefallen: "Ich erwarte von meiner Truppe Disziplin wie bei den Spartanern, den Römern oder bei der Waffen-SS". Nach der Veranstaltung lobte die NPD Göttingen, deren Mitglied Stephan Pfingsten bei dem Vortrag anwesend war, den Ex-General auf ihrer Internetseite für dessen Ausführungen.

In der Hannovera trifft sich auch regelmäßig die Schülerverbindung "PV! Hansea zu Göttingen" die von der Hannovera nach Kräften gefördert wird.

Deshalb rufen wir zum Protest gegen K. Weißmann und seine Burschi-Freunde auf!
Denkt Euch was aus und achtet auf weitere Ankündigungen!

Geschichtsrevisionisten das Maul stopfen!
IfS dichtmachen!
Burschenschaften abreißen!

J.A.G. - Jugend Antifa Göttingen im Januar 2009
Bottom Line