Wir haben für euch die aus unserer Sicht wichtig­sten Ereignisse aus diesem Jahr zusam­men gefasst.


13. Jan­uar
Bis zu 450 Men­schen demon­stri­eren in Göt­tin­gen für das Recht auf kör­per­liche Selb­st­bes­tim­mung und gegen die Krim­i­nal­isierung von Abtreibung.

16.-18. Jan­uar
Hochschul­wahlen in Göt­tin­gen. Trotz Stim­mengewinns der linksradikalen ALL — Alter­na­tive Linke Liste Göt­tin­gen, ver­lieren die Linken Grup­pen ihre Mehrheit. Rene Rahrt wird Vor­sitzen­der des rechten AStAs.

20. Jan­uar
Das türkische Mil­itär beginnt eine Mil­itärof­fen­sive gegen die Region Afrin im kur­dis­chen Autonomiege­biet Rojava. Über­all auf der Welt sol­i­darisieren sich Men­schen mit den Betrof­fe­nen der türkischen Aggression.

24. Jan­uar
Die Basis­demokratis­che Linke (BL) veröf­fentlicht eine neue Aus­gabe der Demon­tage mit dem Schw­er­punkt AfD.

20. Feb­ruar
Bis zu 200 Men­schen kom­men zu einer Demon­stra­tion gegen die 8. Sam­me­lab­schiebung nach Afghanistan.

8. März
In Spanien findet zum inter­na­tionalen Frauen*kampftag ein Frauen­streik statt, an dem sich über 5 Mil­lio­nen Men­schen beteiligen.

10. März
Bei der Demo zum Frauen*kampftag demon­stri­eren auch in Göt­tin­gen viele gegen Patri­ar­chat und Gewalt. Über­schat­tet wird die friedliche Demo durch die Gewalt der Polizei, die das Verkleben eines Stick­ers (!) als Anlass nimmt sich mit Faustschlä­gen einen Weg durch die Demo zu kämpfen.

21. März
Wie über­all auf der Welt gehen auch in Göt­tin­gen Men­schen auf die Straße um sich sol­i­darisch mit Afrin zu zeigen.

22. März
Die Bewohner*innen der Geflüchtete­nun­terkuft im Non­nen­stieg demon­stri­eren gemein­sam mit Unterstützer*innen gegen die Behand­lung durch die Stadt.

21. April
Rund 350 Men­schen ziehen für die Schaf­fung und Erhal­tung von bezahlbarem Wohn­raum durch die Stadt.

22. April
In Fret­terode wer­den zwei Jour­nal­is­ten von Neon­azis mit dem Auto durch mehrere Dör­fer ver­folgt, nach­dem sie das Haus des Nazikaders Thorsten Heise fotografiert hat­ten. Die Nazis ver­let­zten die bei­den schwer mit einem Messer und einem Schrauben­schlüs­sel. Die bei­den Jour­nal­is­ten erstat­ten Anzeige wegen Raub und ver­suchtem Mord.

24. April
Die neon­azis­tis­che Kle­in­st­partei Die Rechte sagt kurzfristig ihren für den näch­sten Tag geplanten Demozug durch die Göt­tinger West­stadt ab. Als Grund wer­den Mobil­isierungss­chwierigkeiten ver­mutet. Der Anmelder war ein­mal mehr der stadt­bekan­nte Neon­azi Jens Wilke.

25. April
Trotz der Absage demon­stri­eren mehrere hun­dert Göttinger*innen gegen Faschis­mus und Men­schen­hass.

30. April
Aktivist*innen beset­zen aus Protest gegen den geplanten Verkauf ein leer­ste­hen­des Gebäude im Fridtjof-​Nansen-​Weg. Sie wollen auf die „Dop­pel­moral“ der Stadt aufmerk­sam machen, die eigene Immo­bilien verkauft, gle­ichzeitig aber den Woh­nungs­man­gel in der Stadt als Grund nimmt, die Masse­nun­terkunft Siekhöhe weiter zu betreiben. Die Aktion erfährt großen Zus­pruch in Göttingen.

7. Mai
Die Beset­zung des Fridtjof-​Nansen-​Wegs wird mit großem Polizeiaufge­bot geräumt. Mehrere Aktivist*innen bekom­men später Anzeigen wegen Haus­friedens­bruchs und Sachbeschädigung.

10. Mai
Über 40.000 Men­schen demon­stri­eren in München gegen das neue Bayrische Polizeige­setz, das zum Teil erhe­bliche Ein­schränkun­gen der per­sön­lichen Frei­heit­srechte und Ausweitun­gen der Polizeibefug­nisse vor­sieht.

14. Mai
Grün­dung der Basis­gruppe Informatik

15. Mai
Die Ini­ti­ta­tive Our House Nansen 1 der Besetzer*innen des Hauses im Fridtjof-​Nansen-​Weg demon­stri­eren gemein­sam mit Bewohner*innen der Siekhöhe gegen die Ver­längerung der Masse­nun­terkunft. Trotz mas­siver Bedenken möchte der Auss­chuss den Betrieb ver­längern. Die Aktivist*innen beset­zen darauf den Ratssaal. Die Ver­längerung bis Mai 2019 wird schließlich unter Auss­chluss der Öffentlichkeit beschlossen.

24. Mai
Ein junger Mann wird aus der Siekhöhe abgeschoben. Willard war in Göt­tin­gen sehr bekannt und seine Abschiebung löst bei vie­len Bestürzung aus. Nach­dem er zunächst auf die Polizei­wache gebracht wurde, sol­i­darisierten sich dort spon­tan mehr als 150 Per­so­nen. Die aus Braun­schweig und Han­nover gerufe­nen Ein­heiten der Bei­weis­sicherungs– und Fes­t­nah­meein­heit (BFE) gehen mit großer Härte gegen die Demonstrant*innen vor und nehmen mehrere Per­so­nen fest.

02. Juni
In Goßlar endet das Neon­azievent „Tag der deutschen Zukunft“ in einem Fiasko. Den nur knapp 170 Nazis ste­hen ca. 3000 Gegendemonstrant*innen gegenüber. Bei der Anreise waren vorher unter anderem die Busse aus Göt­tin­gen von der Polizei gestoppt, durch­sucht und über mehrere Stun­den aufge­hal­ten wor­den. Dieses Ver­hal­ten wurde später von der Sprecherin der BL, Lena Rademacher, scharf kri­tisiert. Neben der BL war die Busan­reise von der Antifaschis­tis­chen Linken Inter­na­tional (ALI) organ­isiert wor­den.

08. Juni
Im Albrecht-​Thaer-​Weg ver­sucht die Polizei gegen 3 Uhr nachts eine fün­fköp­fige Fam­i­lie aus dem Irak abzuschieben. Der Schock, den die Fam­i­lie erlitt, führte dazu, dass die Mut­ter in einem Kranken­haus sta­tionär behan­delt wer­den musste. In der Folge schließen sich Bewohner*innen in der Ini­tia­tive Sol­i­darge­mein­schaft ATW zusam­men und kri­tisierten in einer Pressemit­teilung das Han­deln der Stadt scharf.

20. Juni
Auf dem Unigelände und der Umge­bung wer­den von Unbekan­nten in der Nacht ca. 100 faschis­tis­che Sticker verklebt. In der Stadt tauchen an ver­schiede­nen Stellen Hak­enkreuze und andere anti­semi­tis­che Schmier­ereien auf. Es han­delt sich hier nur um die Spitze des Eis­berges. Seit Monaten war Antifaschst*innen bere­its das ver­mehrte Auf­tauchen rechter Sym­bole im Stadt­bild aufgefallen.

21. Juni
Der Angeklagte im Ham­burger „Laserpointer-​Verfahren“ wird zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Er hätte während der G20 Proteste in Ham­burg einen Polizei­hub­schrauber mit einem Laser­pointer angeleuchtet, so der Vor­wurf. Im Laufe des Prozesses kon­nte die Falschheit der Aus­sagen der Piloten nachgewiesen wer­den. Sie hat­ten von einem großen Höhen­ver­lust des Hub­schraubers gesprochen, um eine Verurteilung wegen ver­suchten Mordes zu recht­fer­ti­gen. Die Aus­sagen der Beamten sind symp­to­ma­tisch für die Prozesse um den G20 Gipfel.

27. Juni
Die deutsche National­mannschaft der Män­ner schei­det bei der Fußball-​WM bere­its in der Vor­runde aus. (Olé!)

28. Juni
In Göt­tin­gen wer­den mehrere Woh­nun­gen von der Polizei durch­sucht. Als Anlass unter­stellte die Polizei die Beteili­gung an Protesten gegen den G20-​Gipfel in Ham­burg im let­zten Jahr, sowie die ange­bliche Beteili­gung an einer Auseinan­der­set­zung mit dem AfD– Funk­tionär und Neon­azi Lars Steinke. Einer der Betrof­fe­nen war zu der Zeit des Gipfels nach­weis­lich in Japan. Auch das hin­dert die Polizei nicht daran seine Woh­nung zu durch­suchen und unter anderem seine CD von den Känguru-​Chroniken zu beschlagnah­men.

09. Juli
Beginn der Ini­tia­tive „Depor­ta­tion Watch“. 5 Wochen lang ver­brin­gen Aktivist*innen die Nächte vor der Masse­nun­terkunft Siekhöhe um Abschiebun­gen zu doku­men­tieren und Sol­i­dar­ität mit den Bewohner*innen zu zeigen. Sie erfahren viel Zus­pruch von Geflüchteten. Berichte über die Erleb­nisse wer­den auf Papiere für Alle Göt­tin­gen veröffentlicht.

11. Juli
Im Prozess gegen Mit­glieder und Unter­stützerIn­nen des Nation­al­sozial­is­tis­chen Unter­grun­des (NSU) fällt ein Urteil. Beate Zschäpe erhält zwar eine lebenslängliche Haft­strafe, geringe Haft­strafen für Mitangeklagte und viele ungek­lärte Fra­gen führen aber zu heftiger Kri­tik. Über­all in Deutsch­land überkleben Men­schen aus Protest und zum Gedenken Straßen­na­men mit den Namen der Opfer des NSU. Zu der Aktion hatte unter anderen die Inter­ven­tion­is­tis­che Linke aufgerufen.

18. Juli
500 Per­so­nen ver­sam­meln sich vor dem Gänseliesel, um unter dem Motto See­brücke — Schafft sichere Häfen gegen das Ster­ben im Mit­telmeer zu demonstrieren.

2. August
Eine türkischstäm­mige Anwältin aus Frank­furt, die Opfer im NSU-​Prozess ver­tritt, bekommt einen Dro­hbrief mit dem Absender „NSU 2.0“. Der Vor­fall löst Ermit­tlun­gen aus, die schließlich im Dezem­ber rechte Net­zw­erke von PolizistIn­nen in Hes­sen aufdecken. 6 BeamtIn­nen wer­den vom Dienst suspendiert.

16. August
Die Ini­tia­tive „Depor­ta­tion Watch“ ver­anstal­tet eine öffentliche Pressekon­ferenz mit Ausstel­lung. Mehrere Geflüchtete und eine Aktivistin berichten über den Ver­lauf des Pro­jekts und die Zustände in der Siekhöhe.

18. August
Die rechte Kle­in­st­partei Die Repub­likaner demon­stri­ert in Grone. 25 Rechten ste­hen 700 Gegendemonstrant*innen gegenüber. Anmelder ist wieder ein­mal Neon­azi Jens Wilke, der bei der Europawahl für die Repub­likaner kan­di­dieren möchte.

26. August
Nach dem gewalt­samen Tod eines jun­gen Mannes in Chem­nitz nehmen Rechte die nicht-​deutsche Herkunft der Täter zum Anlass bun­desweit zu mobil­isieren. In den fol­gen­den Tagen kommt es in der Stadt zu rechten Demon­stra­tio­nen auf denen Hit­ler­grüße gezeigt und Jag­den auf Men­schen mit Migra­tionsh­in­ter­grund ver­anstal­tet wer­den. Der Chef des Ver­fas­sungss­chutzes Hans-​Georg Maaßen beze­ich­net Videos, die dies bele­gen, als Fälschung und gerät in der Folge immer mehr unter Druck.

2. Sep­tem­ber
In Ham­burg nehmen über 16.000 Men­schen an der See­brück­endemo teil.

3. Sep­tem­ber
Unter dem Motto „Wir sind mehr“ nehmen in Chem­nitz 65.000 Men­schen an einem Konz­ert gegen Rechts teil und set­zen so ein deut­liches Zeichen gegen die Über­grif­fen der let­zten Tage.

5. Sep­tem­ber
RWE beginnt mit Unter­stützung der Polizei mit der Räu­mung des Ham­bacher Forsts. Aus Protest gegen die Abholzung für den Kohle­tage­bau ist der Wald seit 2013 besetzt. In der Folge entwick­elt sich der Polizeiein­satz zu einem der größten der Geschichte NRWs. Mehrere tausend Beamt*innen sind in den fol­gen­den Wochen für die Räu­mung einge­setzt. Die Besetzer*innen erfahren Sol­i­dar­ität in der ganzen Bun­desre­pub­lik. Mehr dazu hier: Ham­bacher Forst Besetzung

8. Sep­tem­ber
Bis zu 15.000 Men­schen demon­stri­eren in Han­nover gegen das geplante Nieder­säch­sis­che Polizeige­setz unter dem Motto #NoN­POG.

13. Sep­tem­ber
Die BL ver­anstal­tet anschließend an die Aktio­nen von Depor­ta­tion Watch eine „Nacht der Sol­i­dar­ität“ vor der Siekhöhe. Viele Geflüchtete und Unterstützer*innen ver­brin­gen bei Gesprächen und Musik den Abend miteinander.

26. Sep­tem­ber
Gut 200 Beschäftigte der UMG-​Klinikservice GmbH treten in den Warn­streik gegen ihre prekären Beschäf­ti­gungsver­hält­nisse. Unter­stützt wer­den sie untere anderem durch Aktivist*innen der BL. Mehr bei Sup­port­y­our­localu­nion

1.-6. Okto­ber
In Göt­tin­gen findet das Siem­pre Antifascista Fes­ti­val statt. Es gibt Live­musik, Vorträge, Work­shops und eine Filmvorführung.

5. Okto­ber
Durch den Beschluss des Ober­lan­des­gerichts Mün­ster wird RWE die Rodung des Ham­bacher Forst vor­erst unter­sagt.

6. Okto­ber
50.000 Men­schen demon­stri­eren am Ham­bacher Forst gegen die Rodung.

6. Okto­ber
Demo der See­brücke Göt­tin­gen. Bis zu 600 Men­schen nehmen teil, um für sichere Fluchtwege und Häfen zu demon­stri­eren.

8.-21. Okto­ber
In Göt­tin­gen findet die Alter­na­tive O-​Phase statt. Es gibt ein großen Ange­bot ver­schieden­ster poli­tis­cher Veranstaltungen.

13. Okto­ber
In Berlin demon­stri­eren über 200.000 Men­schen unter dem Motto Unteil­bar — Für eine offene und freie Gesellschaft – Sol­i­dar­ität statt Aus­gren­zung.

22. Okto­ber
Grün­dung des Göt­tinger Bünd­nis für sex­uelle Selb­st­bes­tim­mung.

23. Okto­ber
Unter dem Motto „My Body My Choice!“ demon­stri­erten mehrere hun­dert Men­schen gegen eine Ver­anstal­tung der christlich-​fundamentalistischen Hochschul­gruppe Reformatio21, die einen Abtrei­bungs­geg­ner und Betreiber der „Baby​caust​.de“ Seite ein­ge­laden hatten.

27.-28. Okto­ber
Über 6.000 Aktivist*innen demon­stri­eren bei Ende Gelände gegen den Kohleab­bau im Rhein­land und für den Erhalt des Ham­bacher Forsts. Über 24 Stun­den wird wichtige Infra­struk­tur des Tage­baus besetzt.

28. Okto­ber
In Brasilien gewinnt der extrem rechte Kan­di­dat Jair Bol­sonaro die Wahl zum Staat­spräsi­den­ten knapp. Für die näch­sten 4 Jahre wird der Mann, der vor allem durch Frauen­feindlichkeit, Ras­sis­mus und Mord­fan­tasien auf­fällt die Geschicke von über 200 Mil­lio­nen Men­schen leiten.

31. Oktober-​7. Novem­ber
Mit einer Ver­anstal­tungsreihe feiert das ehe­ma­lig beset­zte Haus­pro­jekt Our House #OM10 sein 3-​jähriges Beste­hen.

5. Novem­ber
Hans Georg Maaßen wird in den einst­weili­gen Ruh­e­s­tand ver­setzt. Als Ver­ant­wor­liche dafür benennt er „linksradikale Kräfte in der SPD“.

8. Novem­ber
Die Red­i­cal M beginnt mit dem Vor­trag „Ein­führung in den mate­ri­al­is­tis­chen Fem­i­nis­mus“ ihre Ver­anstal­tungsreihe Mate­ri­al­ize Fem­i­nism. In den fol­gen­den Wochen gibt es zahlre­iche Ver­anstal­tun­gen zu mate­ri­al­is­tis­chem Fem­i­nis­mus. Unter anderem einen flti*-Lesekreis zu „Fem­i­nis­tisch Stre­iten“, her­aus­gegeben von Koschka Linkerhand.

08. Novem­ber
Grün­dung der Basis­gruppe Mathe.

10. und 11. Novem­ber
Das erste bun­desweite Ver­net­zungstr­e­f­fen für einen fem­i­nis­tis­chen Streik am 8. März 2019 findet in Göt­tin­gen statt.

13.November
In der Basis­demokratis­chen Linken wird ein V-​Mann des Nieder­säch­sis­chen Ver­fas­sungss­chutzes aufgedeckt. Ein Mit­glied der Gruppe hatte Aktenein­sicht beim VS beantragt uns aus Verse­hen ungeschwärzte Blät­ter bekom­men. Der 24-​jährige Stu­dent Ger­rit Greimann hatte die Gruppe offen­bar zwei Jahre lang bespitzelt und dabei zum Teil intime Details der Betrof­fe­nen weit­ergegeben. In ganz Deutsch­land zeigen sich Grup­pen sol­i­darisch mit der BL. Greimann ver­lässt kurz darauf die Stadt. In der Folge tritt die Vor­sitzende des Nieder­säch­sis­chen Ver­fas­sungss­chutzes zurück. Unsere PM dazu findet ihr hier.

17. Novem­ber
Mit 300.000 Demoteilnehmer*innen erre­icht die Gelb­west­en­be­we­gung in Frankre­ich vor­erst ihren Höhep­unkt. Bere­its seit Ende Okto­ber hat­ten Men­schen gegen die Erhöhung des Ben­z­in­preises und die neolib­erale Poli­tik von Präsi­dent Emanuel Macron demon­stri­ert. Die Polizei fällt durch mar­tialis­ches Auftreten, Gewalt­bere­itschaft und die Behand­lung von Festgenomme­nen wie Kriegs­ge­fan­gene auf. Im Ver­lauf der bis heute anhal­tenden Proteste ster­ben 10 Menschen.

23. Novem­ber
Beim Trans* Day of Remem­ber­ence gedenken trotz eisiger Kälte 70 Men­schen auf dem Wil­helm­splatz ermorde­ten Trans*-Personen.

22. Novem­ber
Die Ein­sicht, dass harte Zeiten nun mal starke Basis­grup­pen erfordern, bringt diese dazu, sich im Basis­grup­pen­bünd­nis zusammenzuschließen.

23. Novem­ber
Auch in der Physik grün­det sich eine Basis­gruppe.

26. Novem­ber
Mieter*innen demon­stri­eren in Grone gemein­sam mit INGrone und der BL gegen die geplanten Umbau­maß­nah­men der Adler Real Estate protestiert, die „eine Ver­nich­tung von bezahlbarem Wohn­raum im großen Stil bedeutet“.

29. Novem­ber
Die BL veröf­fentlicht einen Flyer mit dem Titel „Achtung Nazipro­pa­ganda“, der über die ver­mehrt auftre­tenden Nazis­chmier­ereien und Sticker informiert.

Dezem­ber
Die BL wird 5 Jahre alt. Ger­ade auch durch die Erleb­nisse der let­zten Monate machen die Aktivist*innen darauf aufmerk­sam, sich nicht unterkriegen zu lassen und weiter für ein gutes Leben zu kämpfen.

8. Dezem­ber
Ca. 7000 Men­schen nehmen an der zweiten Demon­stra­tion gegen das Nieder­säch­sis­che Polizeige­setz teil. Aufgerufen hatte wieder das Nein zum PolG NDS Bünd­nis.

14. Dezem­ber
Die Polizei schiebt gegen 3 Uhr nachts einen schwer kranken Mann nach Bosnien ab. Am 20.12.2018 sollte Herr C. eigentlich wegen einer Her­z­op­er­a­tion sta­tionär ins Ween­der Kranken­haus aufgenom­men wer­den. Neben Herzprob­le­men war er vorher mehrfach im Askle­piosklinikum in sta­tionärer Behand­lung. Er hat eine schwere Post­trau­ma­tis­che Belas­tungsstörung, Depres­sio­nen und allein in der let­zten Zeit zwei mal ver­sucht, sich zu suizi­dieren. Es ist eine von vie­len Abschiebun­gen, die die Aus­län­der­be­hörde in Göt­tin­gen dieses Jahr durchführte.

15. Dezem­ber
Unter dem Motto „Ausge­tobt“ geht ein Outing-​Blog über eine lokale Nazi-​Clique online. Die zuvor immer mehr in der Öffentlichkeit aufge­fal­l­enen Jung-​Nazis wer­den öffentlich benannt, sowie über ihr Treiben in Struk­turen der extremen und “neuen” Rechten aufgek­lärt. Kurzzeitig ist der Blog down, geht jedoch wieder online.

17. Dezem­ber
Grün­dung der Basis­gruppe Biolo­gie & Psychologie.

21. Dezem­ber
Nach monate­langem Tar­if­streit kön­nen die Beschäftigten der UMG-​Klinikservice GmbH sich mit dem Arbeit­ge­ber eini­gen. Es gibt Verbesserun­gen bei Lohn, Arbeit­szeit und Urlaub.

Wir haben viel gemein­sam erlebt im Jahr 2018. Wir freuen uns auf ein weit­eres Jahr voller gemein­samer Aktio­nen, Diskus­sio­nen und Erleb­nisse!
Eure BL

*Einige Bilder der Grafik sind von unseren Genoss*innen von Links Unten Göt­tin­gen*