Auf der Kundge­bung gegen die Ver­anstal­tung von „Com­pact“ und AfD KV Northeim haben wir fol­gende Flyer zur Info verteilt:


Liebe Pas­san­tinnen und Pas­san­ten,

am heuti­gen Fre­itag, 3. März 2017, ver­sam­meln wir uns hier vor der Northeimer Stadthalle, um zu protestieren. Grund dafür ist die heutige AfD-​Wahlkampf-​Veranstaltung des rechten Mag­a­zins „COM­PACT“. Unter dem Titel „Für die Ein­heit der AfD“ ruft der „COMPACT“-Chef Elsässer zu einer Ver­anstal­tung für den völkischen Björn Höcke auf. Höcke dro­hte noch bis Mitte dieser Woche der Parteiauss­chluss auf­grund seiner Dres­d­ner Rede im Nazi-​Jargon im Jan­uar 2017.

Was ist „COMPACT“?

COM­PACT“ ist ein rechtes soge­nan­ntes Querfront-​Magazin. „Quer­front“ ist der rechte bis extrem rechte Ver­such, Men­schen über The­men wie Glob­al­isierungskri­tik, Friedens­demon­stra­tio­nen oder Tier­schutz zu erre­ichen. Die Ide­olo­gie dahin­ter aber ist stets geprägt von Nation­al­is­mus, Ras­sis­mus, Anti­semitismus und anderen aus­gren­zen­den Überzeugungen.

COM­PACTs“ Kon­takte zur Neuen und völkischen Rechten sind mehr als gut. Dies wird beispiel­sweise anhand der Red­ner auf der Kon­ferenz des Mag­a­zins 2016 deut­lich: So sprachen Albrecht Schachtschnei­der und André Poggen­burg, beide hohe Tiere in der AfD. Poggen­burg schrieb mit Björn Höcke zusam­men an der „Erfurter Res­o­lu­tion“, dem Posi­tion­spa­pier des völkischen Flügels der AfD. Schachtschnei­der ist Jurist und legte 2016 eine Ver­fas­sungs­beschw­erde ein „gegen die ille­gale Ein­reise von Aus­län­dern“ und forderte, die Gren­zen „zu sich­ern“. Außer­dem sprach der ehe­ma­lige Pegida-​Chef und durch extrem rechte Parolen auf­fäl­lig gewor­dene Lutz Bach­mann sowie Mar­tin Sell­ner von der neurechten Iden­titären Bewe­gung Öster­re­ich.

Wer spricht?

Jür­gen Elsässer, „COMPACT“-Chef, bun­desweit bekan­nter rechter Pub­lizist und Ver­schwörungs­the­o­retiker. Er tut sich ständig her­vor mit Ras­sis­mus, Antifem­i­nis­mus und Anti­semitismus. Mit dem neurechten Götz Kubitschek rief er die Kam­pagne „Ein Prozent für unser Land“ ins Leben, die rechte Kräfte in ganz Deutsch­land vere­inen soll, eng mit der Iden­titären Bewe­gung ver­bun­den ist und die auch vor Neon­azis keinen Halt macht. Elsässer posierte zudem im Sep­tem­ber 2016 online mit Waf­fen von „Migranten­schreck“.
Mar­tin E. Ren­ner, Spitzenkan­di­dat der AfD NRW für die Bun­destagswahl, der durch Kon­flikte mit dem Lan­desvor­sitzen­den Mar­cus Pret­zell, Frauke Petrys Part­ner, auffiel und entsprechend von der „Patri­o­tis­chen Plat­tform“ bejubelt wird.
Armin Paul Ham­pel, Lan­desvor­sitzen­der der AfD Nieder­sach­sen und öffentlich beken­nen­der Fre­und des völkischen Björn Höcke. Er sprach im Novem­ber 2016 vor dem extrem rechten „Arbeit­skreis für deutsche Poli­tik“, in dem NPDler, Neon­azis und Holo­caustleugner wie Udo Pastörs, Horst Mahler und Rigolf Hen­nig verkehren.

Es ist mehr als erschreck­end, dass die Stadt Northeim diesen Men­schen­fein­den ein Podium bietet, um ihre völkische Pro­pa­ganda zu ver­bre­iten. Wir sind wütend und rufen alle dazu auf, sich unserem Protest anzuschließen:

Wir treten ein für ein Northeim ohne Ras­sis­mus, ohne Antifem­i­nis­mus, ohne Anti­semitismus – für ein sol­i­darisches Miteinan­der in und um Northeim!