Pressemit­teilung zum Thema Groner Land­straße 9, vom 22.06.2020
Erster Toter in Göt­tinger Corona-​Hotspot: Schutz­maß­nah­men für Bewohner*innen und grund­sät­zlicher Wan­del der Woh­nungspoli­tik gefordert Wie erst jetzt bekannt wurde, hat es in dem nach einem Corona-​Ausbruch abgeriegel­ten Wohnkom­plex in der Groner La…
Stel­lung­nahme zu den soge­nan­nten „Corona-​Rebellen“
Seit eini­gen Wochen ver­sam­meln sich nun auch in Göt­tin­gen Men­schen, die im Rah­men von „Anti-Corona“-Protesten sowohl gegen die Maß­nah­men der Bun­desregierung zur Eindäm­mung der COVID-​19-​Epidemie protestieren, als auch die Exis­tenz und den Ursprung d…

Broschüre zu Aspek­ten anti­mil­i­taris­tis­cher Kri­tik an der Bundeswehr

Konz­erte des Heeres­musikko­rps, Werbestände auf Aus­bil­dungsmessen, Jugendoffizier_​innen an Schulen und Ver­anstal­tun­gen an der Uni­ver­sität – auch in Göt­tin­gen ver­sucht die Bun­deswehr immer wieder sich Posi­tio­nen im öffentlichen Raum zu erobern. Doch fast immer regt sich Gegen­wehr, fast immer wer­den engagierte Einzelper­so­nen und Grup­pen aktiv, weil sie das Wer­ben fürs Mor­den und Ster­ben nicht ein­fach hin­nehmen kön­nen und wollen.

Ob mit großer Kreativ­ität oder purer Entschlossen­heit – das Spek­trum der Aktions­for­men des Göt­tinger anti­mil­i­taris­tis­chen Wider­stands ist vielfältig. Mit der vor­liegen­den Broschüre wollen wir dieser Vielfalt eine weit­ere Facette hinzufü­gen: Nicht immer gelingt es im Rah­men von Aktio­nen, Außen­ste­hen­den ver­ständlich zu machen, worum es uns eigentlich geht, nicht sel­ten sind der­ar­tige Sit­u­a­tio­nen für einge­hende Diskus­sio­nen schlichtweg wenig geeignet. Uns ist es jedoch wichtig, dass Inter­essierte unsere Posi­tio­nen nachvol­lziehen und sich mit den Argu­menten auseinan­der­set­zen kön­nen. Wir haben uns daher entschlossen eine Samm­lung von Tex­ten zusam­men zu stellen, die ver­schiedene Aspekte der Kri­tik an der Bun­deswehr und Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen bündelt.

Die in dieser Broschüre vere­inigten Beiträge sind jew­eils in sich abgeschlossen und daher auch einzeln les­bar. Die ein­lei­t­ende Abhand­lung Nie wieder Krieg ohne uns? – Zur Neuaus­rich­tung der Bun­deswehr und der deutschen Mil­itär­poli­tik in den let­zten zwanzig Jahren liefert einen all­ge­meinen Überblick über die Entwick­lun­gen der ver­gan­genen Jahrzehnte und beschreibt, wie die Bun­deswehr als außen­poli­tis­ches Inter­ven­tion­sin­stru­ment etabliert wurde. Unter dem Titel Krieg zur Befreiung der Frau? – Über die Instru­men­tal­isierung von Frauen­rechten für den Krieg set­zen wir uns mit einer Legit­i­ma­tion­sstrate­gie auseinan­der, die im Kon­text neuerer Mil­itärein­sätze des Öfteren vorge­bracht wird. In diesem Zusam­men­hang zeigen wir, dass sich Frauen­e­manzi­pa­tion und Krieg nicht vere­in­baren lassen. Im darauf fol­gen­den Auf­satz Neues von der „Heimat­front“ – Die Werbe­strate­gie der Bun­deswehr wer­fen wir einen Blick darauf, wie die Armee sich selbst in der Öffentlichkeit präsen­tiert und auf welche Weise neue Rekrut_​innen ange­wor­ben wer­den sollen. Dass das deutsche Mil­itär sich dabei auch der Hilfe von Tarnor­gan­i­sa­tio­nen bedi­ent, wird im Artikel Was ist der Arbeit­skreis Außen– und Sicher­heit­spoli­tik? verdeut­licht, indem ein von der Bun­deswehr aufge­bauter Verein analysiert wird, der in Göt­tin­gen bere­its mehrfach in Erschei­n­ung getreten ist. Daran anknüpfend macht der Text Kriegspro­pa­ganda an der Uni – Warum wir nicht mit der Bun­deswehr disku­tieren deut­lich, dass Wer­bev­er­anstal­tun­gen für den Krieg zwar mitunter an der Uni­ver­sität stat­tfinden mögen, mit Wis­senschaft aber trotz­dem nichts zu tun haben und sich daher auch nicht auf die Stan­dards wis­senschaftlicher Auseinan­der­set­zung berufen kön­nen. Der abschließende Kom­men­tar „Scheiben klir­ren und ihr schreit – Men­schen ster­ben und ihr schweigt“ – Über kon­fronta­tive Aktions­for­men und falsch ver­standene Tol­er­anz legt dar, warum gegenüber der Bun­deswehr auch ein offen­sives Vorge­hen legitim ist. Abgerun­det wird diese Textsamm­lung durch eine Zusam­men­stel­lung ein­schlägiger Inter­ne­tadressen, die weit­erge­hende Infor­ma­tio­nen zur Ver­fü­gung stellen.

Wir hof­fen mit dieser Broschüre allen Inter­essierten einen ver­ständlichen Überblick über einige Aspekte anti­mil­i­taris­tis­cher Kri­tik zu bieten. Wir freuen uns, wenn andere zur gesellschaftlichen Stärkung dieser Kri­tik beitra­gen, indem sie diesen Reader (oder auch einzelne Beiträge daraus) weit­er­ver­bre­iten. Begeis­tert sind wir, wenn einige Leser_​innen bei der näch­sten Aktion dabei sind – auf der richti­gen Seite der Bar­rikade.

Hier könnt ihr die Broschüre down­loaden oder die Texte gle­ich online lesen:

Nie wieder Krieg ohne uns?

Krieg zur Befreiung der Frau?

Neues von der „Heimat­front“ — Die Werbe­strate­gie der Bundeswehr

Was ist der Arbeit­skreis Außen– und Sicherheitspolitik

Kriegspro­pa­ganda an der Uni

„Scheiben klir­ren und ihr schreit – Men­schen ster­ben und ihr schweigt“

Lin­kliste Anti­mil­i­taris­mus zum Weiterlesen