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NPD-Parteitag in Bad Gandersheim (Nähe Göttingen) verhindert!

Antifaschistische Abschlusskundgebung, Bad Gandersheim 9.5.2010+++ Am 9.5.2010 sollte der niedersächsische NPD-Landesparteitag in Bad Gandersheim stattfinden +++ Dieser wurde bereits im Vorfeld durch verschiedenste antifaschistische Strategien verhindert +++ 1000 Menschen auf antifaschistischer Demonstration in Bad Gandersheim +++ Nazis wichen nach Wilhelmshaven aus +++

Hintergründe | Antifaschistische Demonstration |Medienberichte |

Bad Gandersheim liegt im Landkreis Northeim, Nähe Seesen am Harz, ca. eine dreiviertel Autostunde von Göttingen entfernt. Hier sollte am Sonntag, den 9. Mai 2010, der niedersächsische Landesparteitag der NPD im örtlichen "StadtTHEATER" (ehem. Kurhaus) in der Hildesheimer Str. 6a stattfinden. Ein starkes antifaschistisches Bündnis aus Bad Gandersheim, bestehend aus Parteien, Gewerkschaften, Sportvereinen usw. und die unterstützenden Strategien und Mobilisierungen aus Göttingen verhinderten den Neonazi-Parteitag schon im Vorfeld. Denn erst durch die antifaschistische Öffentlichkeits- und Bündnisarbeit wurde jener Druck aufgebaut, der zur Verhinderung des Neonazi-Parteitages führte. Der Polizeieinsatzleiter Rusteberg und einige BürgerInnen vor Ort versuchten gleichzeitig durch eine mediale Hetzkampagne Angst vor Auseinandersetzungen schüren und somit den antifaschistischen Widerstandes zu spalten. Einer der beiden Inhaber des Stadttheaters erwirkte schließlich ein Verbot, da er selbst den Neonazis keine Räume zur Verfügung stellen will. Die Neonazis "zogen" sich daraufhin nach Wilhelmshaven "zurück".

Bürgermeister Ehmen (li), Schelm (mi), NPD-Unterstützer Esser (re) vor   StadtTHEATERDas im letzten Oktober eröffnete StadtTHEATER in Bad Gandersheim wird betrieben von Bernhard Esser (sein vorheriger Arbeitgeber hat sich bereits auf Grund seiner Nazi-Ideologie von ihm distanziert) mit einem weiteren Eigentümer. Bernhard Esser hatte auf Nachfrage bekannt gegeben, dass er an dem Mietvertrag mit der NPD festhalten wolle, da "das doch nix Besonderes" sei. Er ist nun als aktiver Unterstützer der Neonaziszene und faschistischer Strukturen in Niedersachsen anzusehen.

Aus verschiedenen Kreisen wurde die Einschätzung geäußert, dass Esser mit der Vermietung an die NPD den Preis der Immobilie nach oben treiben wollte. Mit der Androhung, die NPD habe Interesse an einem Kauf, versuchte Esser anscheinend eine gute Verhandlungsposition zu erreichen, um das verschuldete StadtTHEATER abstoßen zu können. Ein derart taktischer Umgang mit der NPD ist nicht hinnehmbar.

Die NPD überschneidet sich personell mit Neonazi-Kameradschaften. Ein großer Teil der Neonaziszene hat sich in Südniedersachsen mit Schusswaffen und Sprengstoffen ausgerüstet. Mehr dazu könnt ihr her nachlesen.  Es genügt nicht, den Neonazis nur innerhalb Göttingens, entschlossen entgegen zu treten. Gerade im kleinstädtischen Umland erstarken seit einiger Zeit faschistische Strukturen. Deshalb und gerade auch um die antifaschistischen Kräfte in Bad Gandersheim zu stärken, mobilisierten wir weiterhin zur Demonstration vor Ort am 9. Mai 2010. Knapp 100 Antifas nahmen an der 1000-Menschen-starken antifaschistischen Bündnisdemonstration teil.

Antifaschistische Auftaktkundgebung, Bad Gandersheim 9.Mai 2010 Antifaschistische Auftaktkundgebung, Bad Gandersheim 9.Mai 2010 Spitze der  antifaschistischen Bündnisdemonstration, Bad  Gandersheim 9.Mai 2010 Antifaschistische Bündnisdemonstration, Bad Gandersheim 9.Mai 2010 Antifaschistische Bündnisdemonstration, Bad Gandersheim 9.Mai 2010 Antifaschistische Abschlusskundgebung, Bad Gandersheim 9.Mai 2010 Antifaschistische Abschlusskundgebung, Bad Gandersheim 9.Mai 2010 Antifaschistische Abschlusskundgebung vor dem Kurhaus, Bad Gandersheim 9.Mai 2010 Bullen riegeln das eigentliche NPD-Parteitagsziel, das Kurhaus, ab

Vor drei Jahren, am 15.4.2007, fand in Herzberg-Scharzfeld (Lk. Osterode am Harz) ein NPD-Landesparteitag statt. Damals mietete der NPD-Ratsherr aus Bad Lauterberg, Michael Hahn, das Dorfgemeinschaftshaus in Scharzfeld an. Anstatt das Neonazitreffen sofort zu beenden, gesellte sich der CDU-Bürgermeister und Ex-Polizist Gerhard Walter mit einer "Apfelsaftschorle" zum NPD-dienst und griff nach deren Aufforderung ein Kamerateam des NDR an. Diese Attacke und die schwarz-braunen Verhältnisse im Südharz hatten ein bundesweites Medienecho und eine antifaschistische Kampagne zur Folge. Mehr dazu findet ihr hier.

Pressespiegel

Zusammenstellung von Medienberichten (pdf-Datei)

Audiobericht im Stadtradio Göttingen vom 10.5.2010

Videobericht in der NDR-Mediathek vom 9.5.2010

Audiobericht auf NDR vom 9.5.2010
Bottom Line