Protest gegen den Wahlkampfauftakt der AfD

Samstag 26. April | 13 Uhr, Roncalliplatz Köln (direkt vorm Dom)

Diesen Samstag am 26. April um 13 Uhr will die Alternative für
Deutschland (AfD) vor dem Kölner Dom ihren bundesweiten Wahlkampf mit einer Kundgebung samt den beiden Spitzenkandidaten Lucke und Henkel einleiten. Antifaschistische und Antirassistische Gruppen in Köln werden
das nicht umkommentiert lassen.

Wir werden nicht zulassen, dass die AfD ihre nationalistischen “Mut zu Deutschland”-Parolen unwidersprochen verbreiten kann. Wir rufen deshalb dazu auf, an diesem Samstag um 13 Uhr auf den Roncalliplatz zu kommen und ein deutliches Zeichen gegen Rechtspopulismus und rechte Krisenlösungen zu setzen.

Kommt alle!

Wieso wir die AfD scheiße finden? Lest hier nach.

 

Redebeitrag bei der Gegenkundgebung „Keine Alternative! Rassismus, Sexismus, Sozialchauvinismus und Nationalismus bekämpfen“

Dies ist unser Redebeitrag bei der Gegenkundgebung „Keine Alternative! Rassismus, Sexismus, Sozialchauvinismus und Nationalismus bekämpfen“ anlässlich einer Veranstaltung der „jungen AfD“ im Kölner Maritim Hotel mit Nigel Farage, Chef der rechtskonservativen Aufsteiger*innenpartei „United Kingdom Independence Party“ (UKIP).

Dass die „junge AfD“ am 27.03.2014 eine Veranstaltung mit dem britischen UKIP-Chef Nigel Farage organisierte, kam wenig überraschend. Angesichts der im Mai anstehenden Europawahl zeigt sich, dass die Alternative für Deutschland (kurz: AfD) versucht, ihr potentielles Wähler*innenspektrum zunehmend mit rassistischen, sexistischen und sozial-chauvinistischen Ressentiments zu locken. Die unterschiedlichen Strömungen der AfD, die sich durch ihre Elitekonzeption aggressiv nach „unten“ abgrenzen will, speisen sich aus den Kreisen von nationalkonservativen Ewiggestrigen über konservativ-liberalen Wirtschaftsprofessor*innen bis hin zu fundamentalen Christ*innen.

Die von den verschiedenen Strömungen geführten Flügelkämpfe innerhalb der Partei scheinen nun ausgetragen. Ihre zumindest vorläufige Siegerin, Beatrix von Storch, ist eine der Spitzenkandidat*innen bei den Europawahlen für die AfD. Die Konsequenz dieses Sieges ist ein zunehmend christlich- fundamentalistischer Turn.

Dass sich neo- und rechtskonservative sowie christlich-fundamentalistische Strömungen gegenüber (wirtschafts-)liberaleren Flügeln der AfD durchgesetzt zu haben scheinen, ist nicht verwunderlich. Die alleinige Fokussierung auf eine Euro-Kritik in genau dem Land, dass sich so grandios als vermeintliche „Krisengewinnerin wider Willen“ stilisieren konnte, wird nicht zu den erhofften Wahlerfolgen führen. Und es geht auch nicht nur um den Euro und Europa. Denn es gibt dringenderes als für die Abschaffung des Euros und die Forderung eines radikalen Marktes einzustehen. In Zeiten zunehmender „Verfallserscheinungen in Teilen der Gesellschaft“1 gilt es, die Ordnung aufrecht zu erhalten, die Säulen der bürgerlichen Gesellschaft, nämlich Familie und Ehe, zu verteidigen.

Die Ansichten von Beatrix von Storch und ihren Parteifreunden lassen sich nicht einfach als religiösen Humbug abtun, sondern sind in ihrer Struktur als diskriminierend, antiemanzipatorisch, antifeministisch und homophob zu kennzeichnen. Dies zeigt sich beispielsweise an der Verortung weiblicher Subjekte im Privaten – zu Familie und an den Herd. Aber auch, wenn die Selbstbestimmung von Frauen* über ihren Körper aberkannt wird und ebenso durch eine radikale Ablehnung gleichgeschlechtlicher Lebensformen2.

An der von der „jungen AfD“ gestarteten Kampagne „Ich bin kein Feminist, weil…“ zeigt sich nicht nur, dass die dargestellten Personen ganz augenscheinlich nicht verstanden haben worum es in unterschiedlichen feministischen Forderungen, Auseinandersetzungen und Theorien der letzten Jahrzehnte und Jahrhunderte ging – beispielsweise gerade darum, dass Frauen* selbst über sich und ihren Körper bestimmen können. Es wird auch deutlich, dass die Bildung neokonservativer Abwehrkräfte nicht nur ein Phänomen „einiger älterer Spinner*innen“ ist, sondern auch unter jüngeren Spinner*innen um sich greift. Durch Aussagen wie „Ich bin kein Feminist, weil der künstlich geschürte Kampf zwischen den Geschlechtern von den wirklichen Problemen in unserem Land ablenkt!“3 werden feministische und antidiskriminierende Interventionen abgewertet und eine Auseinandersetzung damit als unnötig und abgeschlossen abgetan. Das weibliche Subjekt wird einerseits als Mutterfigur codiert, die Geborgenheit bietet und für das emotionale Wohl zu sorgen hat4. Andererseits, ganz in neoliberaler Manier, sind Frauen* im Zeichen des Leistungsparadigmas Personen, die „keine Quote brauchen um zu zeigen, was sie können“5. Das konsequente Ignorieren von gesellschaftlichen und institutionellen Sexismen machte bereits der Gast des Abends Nigel Farage deutlich, in dem er „keinerlei Benachteiligung von Frauen“6 erkennen kann.

Wie sehr sich die AfD gegen die Gleichwertigkeit aller Menschen einsetzt wird auch durch ihre rassistischen Aussagen deutlich. Beispielsweise propagiert die AfD einen vermeintlichen Sozialmissbrauch durch geflüchtete und illegalisierte Personen und räumen Migrant*innen und Erwerbslosen weniger Rechte ein.

Dennoch: Die Alternative für Deutschland ist keine klassische Nazipartei – sie weist beispielsweise keine Affinität zu nationalsozialistischen Traditionen auf. Aber, oder gerade deswegen, die Gefahr, die von ihr ausgeht, muss ernst genommen werden. In einem Land, in dem seit Jahren ein zunehmender Hass gegenüber ökonomischen „Verlierer*innen“ und ethnischen und sexuellen Minderheiten geschürt wird7, fungieren die fundamentalistischen Thesen der AfD-Funktionär*innen als Zuspitzung verbreiteter gesellschaftlich-bürgerlicher Rezeptionen. Es zeigt sich also deutlich: Die AfD ist keine “rechte Randerscheinung”, ihre Positionierungen speisen sich aus Diskursen der sogenannten “Mitte der Gesellschaft”.

So formieren sich in der Bundesrepublik Bürger*innen, rechtsoffene und rechte Strukturen, um gegen sexuelle Vielfalt und für tradierte Rollenzuschreibungen einzustehen. Dies konnten wir nur zu gut am Samstag, den 22.03.2014 in Köln sehen, als mehrere Dutzend Menschen unter dem Deckmantel des Kinderschutzes demonstrierten. Dass die AfD mit ihren Forderungen häufig ein gesellschaftliches Klima trifft, zeigt sich an diesem Beispiel besonders deutlich. So setzt sich der baden-württembergische Landesvorsitzende und ebenfalls Europawahl-Kandidat der AfD Bernd Kölmel energisch gegen den in Baden-Württemberg geplanten Bildungsplan ein, der Themen wie sexuelle Vielfalt im Schulunterricht behandeln soll.

Die AfD mag ihren Aufschwung hauptsächlich der Angst vor wirtschaftlichen Einbrüchen aufgrund der Eurokrise zu verdanken haben. Diese ökonomische Angst äußert sich auch und vor allem im Zuge neokonservativer Backlashs, die deswegen in Zeiten der Krise wieder en vogue zu sein scheinen. Der Rückbezug auf und die Stilisierung der Kleinfamilie als sicherer Hafen gewinnen im kapitalistischen Hauen und Stechen im Angesicht einer befürchteten Erosion der Gesellschaft an Relevanz. Dies zeigt sich beispielsweise in Spanien, wo eine der zuvor liberalsten Gesetzgebungen in Bezug auf Abtreibungen so verändert wird, dass diese quasi unmöglich sind. In Griechenland werden gegen Transsexuelle und Transgender ohne ersichtlichen Grund polizeiliche Untersuchungen eingeleitet.

Die Rückkehr ins vermeintlich Sichere, die strikte Rückforderung der bürgerlichen Kleinfamilie als Keimzelle der Gesellschaft und die Ausgrenzung all jener Menschen, die nicht in die eigene kleine heile Welt passen, ist eine übliche Methode der Rechten und somit auch der AfD. Die Werte, die mit dieser Strategie vermittelt werden zeigen deutlich, wo sich weibliche Subjekte im Kapitalismus verorten sollen. Vorgesehen ist das traditionelle Ernährermodell. Für viele Frauen* ist aber eine doppelte Belastung durch Lohnarbeit und Reproduktionsarbeit bittere Realität. In der kapitalistischen Gesellschaft ist die Teilung in produktive Lohnarbeit und reproduktive Arbeit, die zur Regenerierung ersterer da ist, zwangsläufig enthalten. Eines der politischen Ziele der AfD ist es also, dass diese Reproduktionsarbeit, die traditionell sowieso eher in Frauenhand liegt, dort auch bleibt. Zur Rettung der deutschen Renten- und Staatskassen sollen deutsche Frauen gefälligst wieder mehr Kinder gebären und diese in der konservativen Ideologie entsprechenden Familienkonstellationen zu Produktivkräften heranziehen. Somit müssten Geburtenraten, Schwangerschaft, aber auch Verhütung und Abtreibung im Sinne staatlicher Interessen reguliert werden. Individuelle Bedürfnisse, Entscheidungsfreiheit über den eigenen Körper und das eigene Leben, haben in dieser Ideologie keinen Platz.

Deswegen: No Alternative!
Weg mit der AfD und ihrer reaktionären, rassistischen, sexistischen und homophoben Ideologie!
Für ein feministisches und selbstbestimmtes Leben!

1 Bernd Lucke über das Coming Out von Thomas Hitzlsperger: „Ich hätte es gut gefunden, wenn Herr Hitzlsperger beispielsweise verbunden hätte mit dem Bekenntnis zu seiner Homosexualität ein Bekenntnis dazu, dass Ehe und Familie für unsere Gesellschaft konstitutiv ist und dass es Verfallserscheinungen in Teilen unserer Gesellschaft gibt bezüglich dieser wesentlichen Keimzelle unserer Gesellschaft: Ehe und Familie.“

2 Die parteiinternen Gruppierung Christen in der Alternative für Deutschland, die Beatrix von Storch bei ihrer Kandidatur zur Europawahl unterstützt haben soll, fordert in ihrer Grundsatzerklärung u. a. ein Abtreibungsverbot sowie ein Verbot der Sterbehilfe und spricht sich gegen die Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften aus.

3 Markus Frohnmaier, Spitzenkandidat der „jungen AfD“ zeigt ein Schild auf dem geschrieben steht: „Ich bin kein Feminist, weil der künstlich geschürte Kampf zwischen den Geschlechtern von den wirklichen Problemen in unserem Land ablenkt!“

4 Vollständiges Zitat: “Ich bin kein Feminist, weil eine Mutter genauso wertvoll ist wie eine Vorstandschefin!“

5 Vollständiges Zitat: „Ich bin keine Feministin, weil ich meine Ziele durch Leistung erreichen werde und durch keine Quote!“

6 Vollständiges Zitat: “Ich glaube nicht, dass es überhaupt eine Benachteiligung von Frauen gibt. Wenn junge Frauen bereit sind, ihr Familienleben für eine Karriere zu opfern, werden sie es genauso gut machen wie die Männer oder sogar noch besser.“

7 Nachzulesen in: Heitmeyer, Wilhelm (2011): Deutsche Zustände. Edition Suhrkamp

no-afd

Keine Alternative – Rassismus, Sexismus, Sozialchauvinismus und Nationalismus bekämpfen!

27.03 | 19.00 Uhr | Heumarkt, Köln

Angesichts der im Mai anstehenden Europawahl zeigt sich, dass die AfD versucht, ihr potentielles Wähler*innenspektrum zunehmend mit rassistischen, sexistischen und sozialchauvinistischen Ressentiments zu locken. Die in der Partei vertretenen Ansichten lassen sich nicht einfach als religiösen Dogmatismus abtun, sondern sind in ihrer Struktur als diskriminierend, antiemanzipatorisch, antifeministisch und homophob zu kennzeichnen.
Neben der Etablierung ihrer Euro-Kritik, der Verbreitung rassistischer und wohlstandschauvinistischer Parolen und christlich-konservativer Werte ist eines ihrer Ziele, dass Reproduktionsarbeit, die traditionell sowieso eher in Frauenhand liegt, dort auch bleibt.

Wir gebären aber nicht für euer Volk!
Der AfD die Plattform (und die Hotels!) entziehen! Alle hin da!

*watch out: Aufgrund des Warnstreiks kann es vielleicht etwas komplizierter sein zum Heumarkt zu kommen. Erkundigt euch vorher, wie ihr am besten dorthin kommt.

LesungParty

[…] das wache Begehren, zu kritisieren, was uns so müde macht

Freitag, 21.03.2014 | LC36 (Ludolf-Camphausen-Strasse 36)

Ab 19 Uhr: Lesung der outside the box #4 ARBEIT

Kaum ein Thema birgt so viele Widersprüche, Ambivalenzen und (alltägliche) Zwänge wie das Thema Arbeit. Und kaum eines betrifft uns gleichzeitig so direkt und ist doch so abstrakt.
Die vierte Ausgabe der Zeitschrift outside the box diskutiert das Thema Arbeit aus feministischer Perspektive. Auf 160 Seiten bereichert sie unter anderem mit feministisch-gesellschaftskritischen Artikeln, künstlerischen Beiträgen und Interviews auf vielfältige Weise aktuelle Debatten. Warum reicht eine Frauenquote nicht, um die vorherrschenden Strukturen wirklich zu verändern? Wie ist eine kommunistische Praxis heute möglich? Und was macht uns eigentlich so müde?
Bei dieser Gelegenheit möchten wir auch mit den Autor*innen über ihre Erfahrungen, Ziele und Zukunftspläne mit des Zeitschriftenprojektes sprechen.

Das Zeitschriftenkollektiv outside the box – Zeitschrift für feministische Gesellschaftskritik hat sich 2008 in Leipzig zusammengefunden, um dazu beitragen, dass feministische Theorie und Praxis in Debatten der emanzipatorischen Linken nicht länger ein Randthema bleiben, denn: „Eine Gesellschaftskritik, die das Geschlechterverhältnis nicht grundlegend kritisiert und in seiner jetzigen Form angreift, ist bloß reformistisch, nicht emanzipatorisch; ebenso jeder Feminismus, der nicht alle Ausbeutungsverhältnisse gleichermaßen bekämpft.“ (Selbstverständnis outside the box)

Ab 22 Uhr: PARTY – (booty-)shake the conditions.
werk it zu female pop und electro!

DJ*anes:
Alien She
Mina (aesthetik&zerstoerung)

Der Abend wird unterstützt vom Antifa AK Köln und der Antifaschistischen Koordination Köln und Umland [AKKU]

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Raise your voice! – Christen-Fundis den Tag versauen

Unter dem Titel “1000 Kreuze für das Leben” findet am Samstag, den 22. März in Münster ein Gebetszug fundamentalistischer Christ*innen statt. Ziel der Fundis ist, ihre Abneigung gegen Schwangerschaftsabbrüche, Verhütung, Sex vor der Ehe und Homosexualität zu demonstrieren. Ganz im Sinne Mutter Teresas, für die Schwangerschaftsabbrüche der “größte Zerstörer des Friedens” sind, versuchen die Organisator*innen des Gebetszuges, anderen ihre Moralvorstellungen aufzuzwingen.

Dies ist allerdings keine Randerscheinung. Nicht zuletzt die Petition konservativer Kräfte aus Baden-Württemberg, die sich gegen die geplante Thematisierung “sexueller Vielfalt” an Schulen richtete, hat gezeigt, dass antiemanzipatorische und heteronormative Vorstellungen gesellschaftlich weit verbreitet sind.

Wir wollen den Christen-Fundis, die sich erdreisten, über unsere Körper bestimmen zu wollen, ordentlich den Tag versauen! Deshalb fahren wir am 22. März nach Münster, um für ein selbstbestimmtes Leben und eine herrschaftsfreie Gesellschaft zu demonstrieren. Fahrt mit zur Demo unter dem Motto “Raise your voice! Your body your choice!”

Münster | Bremer Platz | 22. März | 11 Uhr
Gemeinsame Zuganreise um 9:00 am Vorplatz des Kölner Hbf

Weitere Infos gibt es hier

8.2. Spontandemo: Rassimus ist und bleibt tödlich!

In Folge einer Brandstiftung in einem Wohnheim für Geflüchtete starben gestern drei Menschen.

Am Mittwoch, den 5. Februar, kamen eine geflüchtete Frau aus Pakistan und ihre beiden Kinder (6 bzw. 7 Jahre alt) ums Leben, nachdem im Flur ihres Hauses in Hamburg-Altona Feuer gelegt wurde. Sie starben bei dem Versuch, durch das Treppenhaus zu fliehen, an einer Rauchgasvergiftung. 27 weitere Personen wurden verletzt. Die Polizei geht mittlerweile von Brandstiftung aus.

Der Fall in Hamburg reiht sich ein, in eine Kette von Brandstiftungen an Häusern, die von Geflüchteten oder Migrant*innen bewohnt wurden. Bereits im Oktober des vergangenen Jahres brannte in Duisburg ein von Rom*nija bewohntes Haus in Duisburg-Hochheide. 42 Menschen mussten sich auf das Dach des Hauses flüchten. Am 8. Januar 2014 wird in Germering an einer Unterkunft für Asylbewerber*innen Feuer gelegt. Nur durch Zufall kam einer der Bewohner*innen tief in der Nacht nach Hause und bemerkte den Brand, die zehn Bewohner*innen konnten sich deshalb rechtzeitig ins Freie retten. Weiterlesen

zwangsraeumung

20.02. Zwangsräumung verhindern!

Die moderne Stadt ist geprägt durch die Zwänge der Verwertung und der damit einhergehenden Ausgrenzung all jener Menschen, die in der kapitalistischen Logik nicht mithalten können oder wollen. Menschen mit wenig oder keinem Einkommen sind auf der fast hoffnungslosen Suche nach Wohnraum, aber auch beim Umgang mit Kündigungen und Zwangsräumungen meist auf sich gestellt. In Wohnraum (und dem Kampf um diesen) bündeln sich unterschiedliche gesellschaftliche Verhältnisse. So treffen bei der Vergabe von Wohnungen und der Verdrängung von Mieter*innen häufig kapitalistische Verwertungsinteressen auf rassistische Komponenten. Gleichzeitig wird Wohnraum als Reproduktionsraum zumeist weiblichen Subjekten zugewiesen und eine klare Trennung zwischen “Öffentlich” und “Privat” aufgemacht.

In Köln engagieren sich das Recht auf Stadt Bündnis und die Kampagne Zwangsräumung verhindern für eine kollektive Auseinandersetzung mit Fragen des städtischen Wohnraums. Alle sind eingeladen, sich an den Kämpfen für bezahlbaren Wohnraum und für lebenswerte öffentliche Räume zu beteiligen!

Wie sowas dann praktisch aussehen kann, kann mensch sich hier oder hier anschauen.

Nächste Termine:
10.02. // 19.00 Uhr // Öffentliches Treffen Recht auf Stadt Köln
15.02. // 11.00 Uhr // Kundgebung und Anwohner*innengespräch Agnesviertel
20.02. // 07.00 Uhr // Zwangsräumung verhindern!

 

Hallo Welt!

Wir sind die Gruppe [out•reach] aus Köln. Wir haben uns Ende letzten Jahres mit dem Anliegen gegründet,linksradikale Politik mit einem feministischen Schwerpunkt theoretisch
zu erarbeiten und praktisch sichtbar zu machen.
Dies bedeutet für uns, dass wir, als Teil dieser Gesellschaftsstruktur, bestehende Verhältnisse hinterfragen und analysieren wollen, um so Interventionsmöglichkeiten auszuloten.
Wir verstehen uns als Ergänzung der bereits bestehenden Strukturen und möchten lokal, regional und überregional mit Gruppen und Organisationen zusammenarbeiten.