Pressemit­teilung zur Demo am 30.3.19

1000 Men­schen bei Demon­stra­tion gegen faschis­tis­che Aktiv­itäten in Göttingen


Am Sam­stag, dem 30.03.2019, protestierten 1000 Men­schen in der Göt­tinger Innen­stadt gegen die faschis­tis­chen Aktiv­itäten und Angriffe der let­zten Wochen…

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Jahres­rück­blick 2018




Wir haben für euch die aus unserer Sicht wichtig­sten Ereignisse aus diesem Jahr zusam­men gefasst.


13. Jan­uar
Bis zu 450 Men­schen demon­stri­eren in Göt­tin­gen für das Recht auf körperliche…

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ACHTUNG NAZIPROPAGANDA!

Unsen neuen Flyer zu Nazipro­pa­ganda in Göt­tin­gen findet ihr hier!

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Beset­zung in Göt­tin­gen ist die richtige Antwort

Am 5.11.2015 haben engagierte Göttinger_​innen das ehe­ma­lige DGB-​Haus in der Oberen Masch Straße 10 besetzt, um men­schen­würdi­gen Wohn­raum für Geflüchtete und andere von Woh­nungsnot betrof­fene Grup­pen zu schaf­fen. Die…

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Hallo liebe Bürg­erin­nen und Bürger,
Wir Flüchtlinge aus Göt­tin­gen und Umland haben uns dazu entschlossen, am Fre­itag den 4. April ab 13 Uhr ein Protestzelt auf dem Platz vor der Jacobi Kirche zu errichten, um von dort aus unseren Protest in die Öffentlichkeit zu tragen.

Wir sind Flüchtlinge aus ver­schiede­nen Län­dern und leben in Göt­tin­gen und Umge­bung. Der Anlass für unseren Protest sind die men­sche­nun­würdi­gen, schikanösen Lebens­be­din­gun­gen, denen wir hier Tag für Tag aus­ge­setzt sind, und die ständige Angst vor unserer dro­hen­den Abschiebung. All das wird durch die ras­sis­tis­che Geset­zge­bung Deutsch­lands ermöglicht. Wir sind wegen den unter­schiedlich­sten Repres­sio­nen hier­her geflüchtet.

Wir woll­ten Schutz und Sicher­heit erhal­ten. Jetzt wird uns dieses Recht auf Asyl ver­wehrt. Die Men­schen­rechtsver­let­zun­gen in unseren Herkun­ft­slän­dern dürften dem Bun­de­samt, dem Ver­wal­tungs­gericht Göt­tin­gen sowie den jew­eils zuständi­gen Aus­län­der­be­hör­den bekannt sein. Jetzt erleben wir jedoch Igno­ranz gegenüber den Grün­den für unsere Flucht — dies ist Teil der men­schen­ver­ach­t­en­den Poli­tik der Bun­desregierung und der deutschen Behör­den. Wir ver­muten, dass sie keine deut­liche Posi­tion beziehen wollen, um Investi­tio­nen deutscher Fir­men in diesen Län­dern nicht zu gefährden. Deshalb leben wir seit Jahren ohne Zukunft und ohne Per­spek­tive, weil wir lediglich „geduldet“ sind. Das bedeutet, dass wir keinen sicheren Aufen­thaltssta­tus haben und uns eine Abschiebung jed­erzeit dro­hen kann. Unser Leben hier ist also weit­er­hin von Angst und Ungewis­sheit geprägt. Wir dür­fen weder arbeiten noch eine Aus­bil­dung oder ein Studium machen. Wir dür­fen uns nur inner­halb einer bes­timmten Region frei bewe­gen, denn wir unter­liegen der soge­nan­nten Res­i­den­zpflicht. Diese Art von Leben macht uns seel­isch und kör­per­lich kaputt.

Wir haben uns dazu entschlossen, diese ras­sis­tis­che Praxis nicht weiter hinzunehmen. Wir protestieren, damit diese alltägliche Bedro­hung ein Ende findet. Eure Unter­stützung motiviert uns in unserem Wider­stand für gle­iche Rechte und ein Bleiberecht.

Unsere Forderun­gen sind:
• Recht auf Bewe­gungs­frei­heit !
• Arbeit­ser­laub­nis!
• Aus­re­ichende Schul– und Beruf­saus­bil­dung
• Anerken­nung in unseren Asylver­fahren!
• Recht auf Bleiben!
• Recht auf Gle­ich­heit!

Wir freuen uns über vielfältige Unter­stützung:
• Besucht uns und unser Protest­camp, täglich von 13 bis 18 Uhr.
• Informiert Pas­san­tinnen und Pas­san­ten, verteilt Flug­blät­ter, gestal­tet Infotafeln
• Macht mit uns gemein­sam kleine Ver­anstal­tun­gen wie Lesun­gen, Konz­erte, Spiele…
• Malt mit uns Trans­par­ente
• Kocht und esst mit uns gemein­sam – und spendet Lebens­mit­tel
• Schaut auf unsere To-​Do-​Liste nach was ger­ade noch benötigt wird.
• Spendet Geld für die Infra­struk­tur des Protest­camps
• Macht in einer unserer Arbeits­grup­pen mit (Presse, Infra­struk­tur…)
• Bringt Fre­undin­nen und Fre­unde mit
• …
Sprecht uns an! Macht mit!