Göt­tinger Antifaschist*innen üben schw­er­wiegende Kri­tik an der Stadt Northeim


Am 3.März 2017 lädt das rechte Compact-​Magazin von Jür­gen Elsässer zur Ver­anstal­tung in
der Northeimer Stadthalle – die Stadt Northeim lässt zu, dass Men­schen­feinde ihre Ide­olo­gie
ver­bre­iten.
Jür­gen Elsässer geht mit­tler­weile Hand in Hand mit der extremen Rechten. Mit seinem
Mag­a­zin „COM­PACT“ ver­bre­itet er Hetze, schürt Hass gegen „den Islam“, befür­wortet die
extrem rechte „Iden­titäre Bewe­gung“, fiel in der Ver­gan­gen­heit durch seine Parteinahme für
Putin auf uvm. Er steht in einer Reihe mit rechten Ver­schwörungs­the­o­retik­erIn­nen wie denen
von KenFM und dem Kopp-​Verlag. Nun will er am 3.3. in Northeim „für die Ein­heit der
AfD“ ein­treten.
Aleyda Becker, Sprecherin der Basis­demokratis­chen Linken Göt­tin­gen, erläutert: „Was sich
dahin­ter ver­birgt, ist die Parteinahme für den extrem rechten Björn Höcke.“ Dieser hielt im
Jan­uar diesen Jahres in Dres­den eine Rede im Naz­i­jar­gon; nun droht ihm der Parteiauss­chluss.
„Höcke, maßge­blich in der ‚Patri­o­tis­chen Plat­tform‘, dem offen völkischen Zusam­men­hang in
der Bundes-​AfD, fällt in der Region Göt­tin­gen u.a. dadurch auf, dass er gute Kon­takte zum
über­re­gional bekan­nten Neon­azi Thorsten Heise pflegt“, so Becker weiter.
Elsässer kämpft nun gegen den Auss­chluss Höckes aus der AfD – auf dass der völkische
Nation­al­is­mus in der Parteipoli­tik ver­ankert bleiben möge. Neben Elsässer bietet die Stadt
Northeim unter anderem den fol­gen­den ein Podium, um ihre men­schen­ver­ach­t­ende Ide­olo­gie
zu ver­bre­iten: Mar­tin E. Ren­ner, Co-​Vorsitzender der AfD NRW, der durch Kon­flikte mit dem
Lan­desvor­sitzen­den Mar­cus Pret­zell, Frauke Petrys Part­ner, auffiel und entsprechend von der
„Patri­o­tis­chen Plat­tform“ bejubelt wird. Außer­dem, ein in Northeim oft gese­hener Gast,
Armin Paul Ham­pel, Lan­desvor­sitzen­der der AfD Nieder­sach­sen und beken­nen­der Höcke–
Fre­und.
Aleyda Becker sagt dazu: „Die Stadt Northeim ist mas­siv dafür zu kri­tisieren, aus­gewiese­nen
Ras­sistIn­nen, Antifem­i­nistIn­nen, Anti­semitIn­nen und völkischen Nation­al­istIn­nen eine Bühne
zu bieten.“ Zur Stim­mung in und um Northeim stellt die Aktivistin fest: „Viele sind wütend.
Kein Men­sch, der sich ein respek­tvolles Miteinan­der wün­scht, kann das Ver­hal­ten der Stadt
Northeim kom­men­tar­los hin­nehmen. Wir wehren uns gegen diese völkische Pro­pa­ganda!“
Sie rät der Stadt Northeim drin­gend davon ab, den Ras­sistIn­nen, Antifem­i­nistIn­nen und
Anti­semitIn­nen ein Podium am 3.3.2017 zu bieten.