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 Dokumenta zeigt Evidenz zur Verstrickung des VS in den Mord an Halit Yozgat

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Undercover unter Nazis - "Blut muss fließen"

Filmvorführungen in der IGS, Lumiere und Ver.di Haus

Am Dienstag den 05.02. 2013 fanden in Göttingen vier Filmveranstaltungen der Dokumentation „Blut muss fließen – Undercover unter Neonazis“ statt. Peter Ohlendorf, Regisseur des Films, stand nach jeder Filmvorführung für Fragen zur Verfügung und diskutierte mit den ZuschauerInnen über Gegenstrategien zur Verhinderung von Rechtsrockkonzerten.

Die erste Veranstaltung fand um 11.30 Uhr in der Integrativen Gesamtschule (IGS) Göttingen statt. Die SchülerInnen der Oberstufe wurden von ihren LehrerInnen extra für die Zeit des Films und der Diskussion vom Unterricht freigestellt. Vor Beginn wurde die Veranstaltung noch einmal über das Lautsprechersystem der Schule beworben, sodass sich letztendlich 60 interessierte SchülerInnen und eine Hand voll Lehrkräfte in dem zur Verfügung gestellten Klassenraum einfanden und angeregt über die Thematik diskutierten.

Um 16.00 Uhr begann die zweite Veranstaltung im Kino Lumiére. 160 Gäste füllten den Kinosaal bis auf den letzten Platz aus. Da jedoch aus Platzgründen viele Leute den Film nicht sehen konnten, wurde spontan eine zusätzliche, vierte Veranstaltung für diesen Tag angekündigt.

Die beiden Abendvorstellungen im Ver.di-Haus begannen um 20.00 und 22.00 Uhr und waren mit insgesamt 100 Gästen ebenfalls sehr gut besucht.

Neben dem Diskussions- bzw. Fragenteil gab es auch ein Input über lokale Rechtsrockkonzerte, der dem Film auch in Göttingen und Region eine erschreckende Aktualität verlieh.

 


 

Ankündigung: Undercover unter Nazis - "Blut muss fließen"

Der Journalist Thomas Kuban besuchte über sechs Jahre hinweg undercover und mit versteckter Kamera über vierzig Rechtsrockkonzerte in Deutschland und Europa. Mit seinen Aufnahmen ermöglicht er einen Einblick in eine Jugendszene, in die sich kaum ein Außenstehender hineinwagt. Ein Lied begegnet ihm dabei immer wieder: „Blut muss fließen knüppelhageldick, wir scheißen auf die Freiheit dieser Juden Republik…“. Hochbrisant ist das Material, das Thomas Kuban im Laufe der Jahre zusammengetragen hat – einzigartig in Europa und wahrscheinlich sogar weltweit.

Mit Rechtsrock junge Menschen zu ködern und zu radikalisieren – diese „Masche“ zieht: Laut einer Studie ist der Rechtsextremismus in Deutschland zur größten Jugendbewegung geworden. Längst hat sich rund um die Musikveranstaltungen auch ein blühender Markt entwickelt: CDs der einschlägigen Bands werden in Eigenregie produziert und in Szeneläden oder über das Internet verkauft. Mit rechtsextremen Merchandising – Artikeln ist das nicht anders. Auf diese Weise wird zugleich Geld für die Expansion der „Bewegung“ generiert.

Der Journalist Thomas Kuban hat all das mit versteckter Kamera dokumentiert und ist dabei ein hohes Risiko eingegangen. In keinem Verhältnis dazu steht das Interesse der Öffentlichkeit an seinen Bildern. Besonders deutlich wird dies bei der erfolglosen Suche nach Unterstützung für ein Filmvorhaben, von dem er sich große Wirkung verspricht: Eine Reise durch Deutschland und Europa, zurück auch an Orte, an denen er versteckt gedreht hat. Im Fokus stehen dabei politische Entscheidungsträger, Behörden und Bürger.

Thomas Kuban versucht so Antworten zu finden auf die Fragen: Warum kann auf der rechtsextremen Partymeile über alle Grenzen hinweg gefeiert werden und wie lässt sich das verhindern? Der Autor Peter Ohlendorf hat Thomas Kuban auf seiner Reise mit der Kamera begleitet. Diesen Beobachtungen sind Sequenzen des Undercover-Materials gegenübergestellt. In den Dokumentarfilm sind quasifiktionale Elemente integriert, die sich aus Sicherheitsgründen ergeben: Der Protagonist des Films muss unerkannt bleiben, sein Name ist folglich ein Pseudonym. Die eigenwillige Verkleidung dient nicht nur seinem Schutz, sondern thematisiert in ihrer Überpointierung zugleich die Rezeption seiner Person durch die Gesellschaft. Auch die Stimme von Thomas Kuban wird unkenntlich gemacht. Die Sprachebene ist analog zur Verkleidung frei entwickelt, sie orientiert sich aber an seiner realen Identität und hält sich streng an Fakten.

Eine gemeinsame Veranstaltung von Ver.di Südniedersachsen und der Antifaschistischen Linken International A.L.I.

Bottom Line