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V wie Verfassungsschutz

Gastspiel vom nö theater aus Köln

im Jungen Theater

Hospitalstraße 6 | GöttingenPlakat: V wie Verfassungsschutz

Wenn der Verfassungsschutz eine Theatergruppe wäre, würde er dieses Stück mit Sicherheit aufführen, um festzustellen wer im Publikum sitzt. Nachdem das nö-theater Köln Informationen recherchiert, gesammelt und ausgewertet hat, übernimmt es diese Herausforderung stellvertretend und setzt dem Verfassungsschutz ein theatrales Denkmal - nach dem Motto: Wir kamen, sahen weg und versagten.

Mittwoch, 4. Dezember 2013

Einlass 19 h | Beginn 19.30
im Anschluss: Publikumsgespräch


Tickets: 8 € VVK / 13 € AK
Kartenvorverkauf:
Junges Theater | Roter Buchladen

Laut Angabe des Verfassungsschutzes sind Drei Viertel der Bevölkerung von der Notwendigkeit des Inlandgeheimdienstes überzeugt. Doch die jüngsten Verwicklungen in die Mordserie des NSU werfen Fragen auf. Wie konnte das Neonazitrio dreizehn Jahre lang vor den Augen des Verfassungsschutzes ungehindert morden? War es Unfähigkeit oder bewusstes Kalkül? Blickt man in die Vergangenheit des Verfassungsschutzes so stößt man auf eine Kontinuität der Skandale. Das Versagen scheint nicht persönlich, sondern strukturell bedingt zu sein. Doch gibt es dazu Alternativen? Ist der Verfassungsschutz reformierbar oder sind die Fehler ein notwendiges Übel eines Geheimdienstes? Dem Verfassungsschutz nahe zu kommen scheint unmöglich, also folgt das nö-theater den tödlichen Spuren des NSU durch die Republik und entwickelt aus den Eindrücken ein Theaterstück, eine Geschichte die nicht hätte passieren dürfen.
nö theater aus Kölnnö theater Köln: "Bei „V wie Verfassungsschutz“ handelt es sich um eine Stückentwicklung, die wir im vergangen Jahr anhand von Interviews, Reisebeobachtungen, Dokumentationen, Biographien und Zeitungsartikeln gemacht haben. Das Thema, der deutsche Inlandsgeheimdienst, hatten wir bereits ausgewählt bevor die Mordserie der NSU im September 2011 aufgedeckt wurde."

Kölnische Rundschau, 30.10.2012, Brigitte Schmitz-Kunkel:  „Ein ungewöhnlich starker Theaterabend“ – „Großartiges Trio“ – „Virtuos verwebt Regisseur Janosch Roloff Infos und Ironie, Schlapphut-Klischee und Katastrophen und findet bedrückend überzeugende Bilder (…)“

Es spielen: Talke Blaser, Felix Höfner und Asta Nechajute
Inszenierung: Janosch Roloff
Inhaltliche Mitarbeit: Philipp Gramlich, Patric Welzbacher, Andreas Ruigk

Dauer: 100 Minuten

Weitere Pressestimmen zum Theaterstück V wie Verfassungsschutz könnt Ihr hier nachlesen.

Aufführung in Berlin | Das nö theater reist am nächsten Tag nach Berlin und tritt dort im SO36 auf. Organisiert wird der Theaterabend hier vom der Antifaschistischen Linken Berlin und Barrio Antifascista

Das Gastspiel des Theaterstücks V wie Verfassungschutz findet im Rahmen der Aktionswoche "Rassismus bekämpfen! Verfassungschutz auflösen!" statt.


Pressestimmen aus Göttingen

Göttinger Tageblatt, 5.12.2013
„Vertraulich“ steht auf dem diesem Stück Papier, das aus einem stammt. An der Kasse des Jungen Theaters (JT) wurde es dem Besucher in die Hand gedrückt. Jetzt muss er damit durch die Einlasskontrolle. „Zu so einer Veranstaltung? Bedenklich“, murmelt diese Figur mit Hut, Sonnenbrille und Trenchcoat. Alles Theater.

Für Göttingen umbesetzt: Verfassungsschutz-Team des Nö-Theaters.

Göttingen. Schon mit dem Einlass beginnt die Vorstellung des „Nö Theaters“, das vom Verein zur Förderung antifaschistischer Kultur eingeladen worden war. „V wie Verfassungsschutz“ heißt das Stück, mit dem das junge Theaterteam aus Köln den Kurt-Hackenberg-Preis 2012 für politisches Theater und in diesem Jahr den Jurypreis der Heidelberger Theatertage verliehen bekam. Keine schlechten Adressen.

Politisches Theater ist das tatsächlich, was das Trio Asta Nechajut, Talke Blaser und Patric Welzbacher auf die Bühne bringt. Politik und Theater gehen oft schwer zusammen, wenn es sich um tagespolitische Ereignisse handelt, das Nö-Theater und Regisseur Janosch Roloff haben einen guten Weg gefunden, beides zu verbinden. Der 90-minütige Abend ist nicht nur sehr aufschlussreich geraten, er ist auch unterhaltsam.

„Wie soll das gehen?“, fragt auch Welzbacher gleich zu Beginn mehrfach. Wie soll das gehen, das Bundesamt für Verfassungsschutz auf der Bühne darzustellen und seine Arbeit zu erläutern? Zuerst einmal mit Recherche. Das beginnt schon auf der Homepage der Behörde. Dort stellt sie dar, was ihre Tätigkeitsfelder sind.

Wie wenig die Deutschen über das Bundesamt wissen

Rechtsextremismus, Linksextremismus, Ausländerextremismus ( Islamismus), Islamismus und islamischer Terrorismus stehen ganz oben auf der Liste. Mit einem kleinen Quiz für Kinder zeigen die Akteure, wie wenig die Deutschen über das Bundesamt wissen – bevor es dann richtig böse wird.

Die fünf peinlichsten Verfassungsschutz-Fälle schildern sie soweit sie zu recherchieren sind, darunter auch der Mord an Ulrich Schmücker, einem Terroristen und V-Mann des Verfassungsschutzes. Das längste Gerichtsverfahren in der Geschichte der Bundesrepublik wurde 1991 Ergebnis eingestellt, vieles deutet auf staatliche Manipulation hin.

Und zum Schluss entschuldigen sich die Schauspieler noch für das Fehlverhalten deutscher Behörden bei der Suche nach den Tätern der NSU-Morde. Berührend.



Bottom Line